Kreuzfahrtpassagier stirbt an verzögerter Behandlung einer Wirbelsäulenverletzung

Kreuzfahrtpassagier stirbt an verzögerter Behandlung einer Wirbelsäulenverletzung


Veröffentlicht am 12. März 2026

Mit Ai generiertes Bild

Portsmouth, Großbritannien – März 2026 – Ein älterer Passagier, der 85-jährige Trevor Gilks, starb auf tragische Weise, nachdem er Ende 2023 an Bord des Kreuzfahrtschiffes Saga Spirit of Discovery eine schwere Wirbelsäulenverletzung erlitten hatte. Die Verletzung ereignete sich, als das Schiff vor der Küste Großbritanniens in einen heftigen Sturm geriet, und schlechte medizinische Behandlung und verspätete Maßnahmen führten schließlich einige Tage später zu seinem Tod.

Laut einem aktuellen Bericht der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) war Gilks ​​mit seiner an den Rollstuhl gefesselten Frau unterwegs, als der Sturm zuschlug. Das Schiff rollte heftig, wodurch er von seinem Stuhl im Wohnzimmer des Hauptdecks fiel. Eine Krankenschwester an Bord half ihm schnell zurück in seinen Stuhl, doch erst einige Stunden später wurde ihm nach einer Röntgenaufnahme eine Halskrause angelegt.

Allerdings konnte der Radiologe, der sich das Röntgenbild ansah, nicht eindeutig feststellen, ob Gilks ​​sich eine Verletzung an der Halswirbelsäule, die im Nacken liegt, zugezogen hatte. Mit der Zeit verspürte Gilks ​​ein Kribbeln in seinen Gliedern und verlor schließlich das Gefühl in seinen Beinen.

Nicht erfolgte Evakuierung und verspätete Diagnose

Der Bordarzt diagnostizierte bei Gilks ​​eine Lähmung, unternahm jedoch wegen der rauen See keinen Versuch, ihn per Hubschrauber zu evakuieren. Nachdem er mit dem Kapitän die Risiken einer Helikopter-Evakuierung besprochen hatte, wurde beschlossen, zu warten, bis das Schiff später am Abend in Portsmouth anlegte, wo er sicher in ein Krankenhaus gebracht werden konnte.

Die Entscheidung, seine Evakuierung zu verschieben, könnte seinen Zustand verschlechtert haben. Der MAIB-Bericht deutete darauf hin, dass die Verzögerung bei der Diagnose der Schwere seiner Wirbelsäulenverletzung Gilks ​​daran hinderte, die dringend benötigte Versorgung zu erhalten. Als er schließlich in ein Krankenhaus gebracht wurde, bestätigten die Ärzte, dass er eine schwere Verletzung der Halswirbelsäule erlitten hatte, die ihn dauerhaft querschnittsgelähmt machte.

Eine vermeidbare Tragödie: Schlechte Pflege und suboptimale Behandlung

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Die Untersuchung ergab, dass die Verzögerung bei der Feststellung der Schwere von Gilks‘ Verletzung und die verzögerte Behandlung möglicherweise eine entscheidende Rolle bei seinem tragischen Tod gespielt haben. Vier Tage nach dem Unfall starb Gilks ​​an den Folgen seiner Wirbelsäulenverletzung.

In dem Bericht wurde betont, dass das Versäumnis, seine Verletzung umgehend zu behandeln, wahrscheinlich zur Verschlechterung seines Zustands beigetragen habe. Es betonte die Bedeutung sofortigen Handelns und angemessener medizinischer Intervention bei schweren Verletzungen, insbesondere bei Notfällen auf See.

Saga Cruises entschuldigt sich für die entstandene Not

Saga Cruises, das Unternehmen, das das betreibt Entdeckergeistentschuldigte sich aufrichtig für das Leid, das der Familie von Herrn Gilks ​​und anderen an dem Vorfall beteiligten Passagieren zugefügt wurde. Ein Sprecher des Unternehmens brachte zum Ausdruck, dass seine Gedanken bei der Familie, den Freunden und allen Betroffenen von Herrn Gilks ​​seien. Sie brachten auch ihr tiefes Bedauern über die verursachte Not zum Ausdruck.

Der Sprecher versicherte, dass das Unternehmen trotz der Herausforderungen durch widrige Wetterbedingungen strenge Sicherheitsprotokolle und Best Practices der Branche befolgt. Sie betonten, dass Sicherheit oberste Priorität für das Unternehmen habe und erklärten, dass sie sich in solchen Situationen stets an etablierte Richtlinien und Best Practices halten, auch wenn das Wetter außerhalb ihrer Kontrolle liegt.

Bedenken hinsichtlich maritimer medizinischer Praktiken und Notfallprotokollen

Dieser Vorfall hat Bedenken hinsichtlich der Angemessenheit der medizinischen Verfahren an Bord von Kreuzfahrtschiffen geweckt, insbesondere im Hinblick auf die Behandlung schwerer Verletzungen bei rauer See. Der MAIB-Bericht unterstreicht die Notwendigkeit einer rechtzeitigen Diagnose und Reaktion in solchen Notfällen und betont die Bedeutung schneller medizinischer Eingriffe, um das Risiko weiterer Komplikationen zu minimieren, insbesondere bei Wirbelsäulenverletzungen.

Die Untersuchung zeigt, dass Kreuzfahrtunternehmen, darunter auch Saga, sicherstellen müssen, dass alle Besatzungsmitglieder für medizinische Notfälle geschult sind und dass die medizinischen Evakuierungsverfahren sorgfältig befolgt werden, insbesondere wenn der Verdacht einer lebensbedrohlichen Verletzung besteht.

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