Čuko: Wir stehen am Rande eines sehr schlimmen Szenarios, kurz vor einem Weltkonflikt

Čuko: Wir stehen am Rande eines sehr schlimmen Szenarios, kurz vor einem Weltkonflikt


Der ehemalige Soldat Arben Çuko erklärte im „Quo Vadis“-Studio, dass die Welt heute kurz vor einem globalen militärischen Konflikt stehe.

Seiner Meinung nach sollte Albanien stets an der Seite der USA stehen, gleichzeitig aber Schutzmaßnahmen ergreifen.

Auszüge aus dem Gespräch:

Borakaj: Albanien in diesem Konflikt?

Čuko: Wir, die Kleinen und Schwachen, haben, obwohl wir in der NATO sind, nur einen Weg, untrennbar mit den USA. Fragen der Kriegsmoral stehen uns nicht zur Diskussion. Wir müssen die USA so gut wie möglich unterstützen. Die zweite Seite, die mich beunruhigt, ist folgende: Die Weltgeschichte der Staaten zeigt, dass neue Weltordnungen erst nach einem großen Weltkonflikt geschaffen und stabilisiert werden.

Borakaj: Sind wir an diesem Punkt angelangt?

Čuko: Im schlimmsten Fall stehen wir an der Schwelle eines großen Weltkonflikts. Die Blöcke wurden zugewiesen. Wir müssen uns über das schlimmste Szenario Sorgen machen. Meiner Ansicht nach ist es der Abschied Amerikas von Europa.

Borakaj: Welchen Wert hat es, wenn die USA Europa verlassen?

Čuko: Der militärische Rückzug der USA aus Europa und die Verlagerung sämtlicher Vermögenswerte in den Pazifik würden Europa und damit auch uns mit sehr großen Defiziten belasten. Deshalb hat Europa es eilig, seine militärischen Kapazitäten zu erhöhen. Und was sollen wir tun? Ich habe Ihnen gesagt: Es ist die oberste Regel der internationalen Beziehungen – Macht ist die Grundlage der internationalen Beziehungen.

Borakaj: Wie kann Albanien mächtig werden?

Čuko: Das erste mit der politischen Union in Bezug auf die Gefahr, die wir haben; und zweitens mit der Erhöhung der Verteidigungskapazitäten.

Borakaj: Haben wir die Möglichkeit?

Čuko: Wir haben es derzeit nicht. Deshalb müssen wir die Verteidigungskapazitäten erhöhen, damit morgen jeder, der gegen uns vorgeht, es sich zweimal überlegt.

Borakaj: Wenn dieses Szenario heute passieren würde, gäbe es dann keine Angst?

Čuko: Nicht heute, denn heute sind wir Teil der NATO. Kann mir jemand ein Militärbündnis für immer erzählen? Gibt es nicht. Auch bei diesem Bündnis, in dem wir uns jetzt befinden, glaube ich, dass die Zeichen gegeben wurden.

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