NAMEN / Zwei albanische Brüder haben heimlich Frauen und Mädchen gefilmt und in sozialen Netzwerken gepostet, wie die BBC-Untersuchung ergab

NAMEN / Zwei albanische Brüder haben heimlich Frauen und Mädchen gefilmt und in sozialen Netzwerken gepostet, wie die BBC-Untersuchung ergab


Zwei albanische Brüder nutzten die heimlich von Frauen und Mädchen aufgenommenen Fotos und Videos, um in sozialen Netzwerken wie YouTube, Facebook, Instagram und TikTok Geld zu verdienen.

Florian und Roland Reka, albanischer Herkunft und in Schweden lebend, posteten Hunderte Videos von Mädchen und Frauen, die sie anschließend in sozialen Netzwerken veröffentlichten.

Zu diesem Skandal kam es nach einer Untersuchung durch BBC in einigen Hauptstädten der Welt.

Die Videos wurden als „Rundgänge“ oder „Nachtleben-Inhalte“ präsentiert, tatsächlich konzentrierten sie sich jedoch fast ausschließlich auf Frauen in Kleidern oder Röcken, die oft aus sehr niedrigen Winkeln oder von hinten gefilmt wurden und intime Körperteile ohne Zustimmung freilegten.

Reka bagd

Die BBC identifizierte über 65 Online-Kanäle dieser Art mit insgesamt mehr als 3 Milliarden Aufrufen in den letzten drei Jahren.

Die Szenen wurden hauptsächlich in Städten wie London, Oslo, Miami und Bangkok gedreht, aber eines der Hauptzentren ist Manchester.

Bei den Ermittlungen der BBC stellte sich heraus, dass Florian Reka und sein Bruder Rolandi Frauen aus niedrigen Winkeln filmten, während sie die Kamera auf Hüfthöhe hielten und so taten, als würden sie das Telefon sehen.

Laut BBC:

Reka betreibt auf YouTube einen der grössten Kanäle seiner Art mit rund 200 Millionen Aufrufen und 399’000 Abonnenten.

Er hat auch eine Facebook-Seite mit über 600.000 Followern.

Sein Kanal ist in Schweden als Unternehmen mit der offiziellen Tätigkeit „Influencer, Marketing und Werbung“ registriert.

Nach einer Kontaktaufnahme durch die BBC schloss YouTube zwei mit Florian Reka verknüpfte Konten, einige ähnliche Videos bleiben jedoch auf anderen Plattformen aktiv. Gegenüber der BBC weigerte sich Reka, sich zu äußern, und vermied Treffen mit dem Ermittlungsteam, selbst als diese nach Schweden reisten.

Opfer und Folgen

Eine der gefilmten Frauen, die unter dem geänderten Namen „Grace“ identifiziert wurde, verriet der BBC exklusiv, dass ihr Filmmaterial unter dem Kleid über drei Millionen Mal angeklickt worden sei. „Seitdem fühle ich mich jedes Mal paranoid, wenn ich das Haus verlasse“, sagte sie.

Darüber hinaus gibt es in der von der BBC veröffentlichten Dokumentation auch Zeugenaussagen von Hunderten anderer Frauen, die in mehreren Hauptstädten der Welt unbewusst von den albanischen Brüdern und ihresgleichen ausgebeutet wurden.

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