Die Silvesterfeierlichkeiten wurden nach einem tödlichen Brand in einem Schweizer Skigebiet zu einer Tragödie

Die Silvesterfeierlichkeiten wurden nach einem tödlichen Brand in einem Schweizer Skigebiet zu einer Tragödie


Ein Großbrand, der während der Silvesterfeierlichkeiten in einem Skigebiet in der Schweiz ausbrach, hat eine tragische Zahl mit rund 40 Todesopfern und mindestens 115 Verletzten verursacht. Die Nachricht wurde am Donnerstagnachmittag von der Schweizer Polizei bestätigt.

Der schwere Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden, gegen 01:30 Uhr Ortszeit, in der Bar „Le Constellation“ im Alpenort Crans-Montana im Kanton Wallis. Der Schweizer Präsident Guy Parmelin bezeichnete dieses Ereignis als „eine der schlimmsten Tragödien, die das Land je erlebt hat“.

Die Bilanz der Opfer

Nach Angaben der Behörden kamen rund 40 Menschen ums Leben, die endgültige Zahl konnte aufgrund der Schwierigkeiten bei der Identifizierung schwer verbrannter Leichen noch nicht bestätigt werden. Mindestens 115 weitere Menschen wurden verletzt, viele davon in kritischem Zustand. Offizielle Quellen weisen darauf hin, dass ein Großteil der Opfer jung war.

Das örtliche Krankenhaus hat die Intensivkapazität überschritten, während Patienten in andere Krankenhäuser in der ganzen Schweiz verlegt werden. An der Rettungsaktion waren 13 Hubschrauber, 42 Krankenwagen, etwa 150 Sanitäter und 70 Feuerwehrleute beteiligt.

Schockierende Beweise

Leon Christe, Mitarbeiter von Crans-Montana und einer der ersten Menschen, die am Unfallort eintrafen, beschrieb die Situation als dramatisch. „Es war das totale Chaos. Überall waren junge Leute, die um Hilfe baten. Eine äußerst traumatische Erfahrung“, sagte er.

Untersuchungen zu den Ursachen

Die genaue Brandursache bleibt unklar. Die Behörden schlossen die Möglichkeit eines Angriffs aus und bislang kam es weder zu Festnahmen noch zu Verdächtigen.

Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, erklärte, es bestehe der Verdacht, dass der Brand durch ein in der Bar angezündetes Feuerwerk verursacht worden sein könnte. Andererseits sagten zwei französische Frauen, denen die Flucht gelang, den Medien, dass die Flammen möglicherweise von dekorativen Kerzen auf Champagnerflaschen ausgegangen seien, die die Holzdecke berührten und das Feuer schnell ausbreiteten.

Die Walliser Staatsanwaltschaft betonte, dass es noch zu früh sei, diese Versionen zu bestätigen, und dass die Ermittlungen noch im Gange seien.

Nationale Trauer

Crans-Montana, eines der beliebtesten alpinen Reiseziele im Herzen der Schweizer Alpen, wird von Touristen aus ganz Europa, darunter auch Großbritannien, besucht. Die Tragödie hat das ganze Land schockiert, das 2026 unter dem Schatten einer tiefen nationalen Trauer begann.

/vizionplus.tv

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