Bürger, die ihren Verpflichtungen zur Verwaltung von Gemeinschaftsgebäuden nicht rechtzeitig nachkommen, werden für jeden Monat der Verspätung mit einer Geldstrafe von 30 Prozent der Verpflichtung belegt. Das Ministerium für Kommunalverwaltung hat einen Gesetzesentwurf zur öffentlichen Konsultation vorgelegt, der das geltende Gesetz über die Verwaltung des Miteigentums an Gebäuden grundlegend ändert.
Dem Entwurf zufolge sind Bürger, die in Gebäuden wohnen, zur Zahlung der Wohnungseigentumsverwaltungsgebühr verpflichtet.
Die Verwaltungsgebühr für jeden Miteigentümer bemisst sich in der Regel nach dem Verwaltungsaufwand und der Beteiligungsquote der Miteigentümer am Miteigentum. „Es kann um Sonderaufwendungen, die Anzahl der Stockwerke und den Umfang der Nutzung besonderer Einrichtungen korrigiert werden“, heißt es im Entwurf.
Sollte sich die Miteigentümerversammlung nicht auf die Festsetzung der Gebühr einigen, wird die von der zuständigen Gemeindeverwaltung genehmigte Referenzgebühr angewendet, aufgeteilt nach den Flächen und der Art des Gebäudes, die auf dem Leitfaden zur Berechnung der Gebühr basiert Verwaltungsgebühr. Der für Kommunalangelegenheiten zuständige Minister genehmigt den Leitfaden zur Berechnung der Verwaltungsgebühr.
Doch was passiert, wenn Bürger die Gebühr nicht zahlen?
„Bei Zahlungsverzug eines Miteigentümers wird für jeden Monat des Verzugs eine Vertragsstrafe in Höhe von 30 % der Gebühr erhoben. Ziel der Strafe ist es, die Miteigentümer dazu zu ermutigen, die Zahlungsfristen einzuhalten, um Zahlungsausfälle des Verwalters/der Verwaltungsgesellschaft zu vermeiden, die sich auf die Verwaltung der Einrichtungen als Ganzes auswirken. Die Strafe trägt dazu bei, potenzielle Verluste auszugleichen, die aus der Nichtverfügbarkeit von Mitteln zum richtigen Zeitpunkt resultieren.“ so steht es im Gesetzentwurf.
Und wenn der Miteigentümer die Rückstandsgebühr und die Zinsen nicht innerhalb von drei Monaten zahlt, berechnet der Vorsitzende der Wohnungseigentumsversammlung den Wert der nicht bezahlten Verbindlichkeiten, einschließlich der Rückstandsgebühr und der Zinsen. Dieses Gesetz fasst den vollen Wert der Verpflichtungen des Miteigentümers zusammen.
Die Zahlung der Geldverpflichtungen für die Eigentumswohnungsgebühr wird durch diesen Entwurf zu einem Vollstreckungstitel, was bedeutet, dass diejenigen Bürger, die nicht zahlen, mit der Vollstreckung rechnen müssen.
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