Laut einer Studie, die in der Online-Ausgabe der medizinischen Fachzeitschrift Neurology der American Academy of Neurology veröffentlicht wurde, gelten hoher Blutdruck, unregelmäßiger Herzschlag und Rauchen als schwerwiegende Risikofaktoren für einen Schlaganfall.
An der Studie nahmen fast 27.000 Menschen aus 32 Ländern mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren teil, von denen die Hälfte einen Schlaganfall erlitten hatte und die andere Hälfte nicht.
In der Gruppe der Menschen, die einen Schlaganfall erlitten hatten, hatten 4.848 einen schweren Schlaganfall und 8.612 einen leichten bis mittelschweren Schlaganfall. Die Folgen reichten von der Unfähigkeit, ohne Hilfe zu gehen oder für sich selbst zu sorgen, bis hin zur Notwendigkeit ständiger Pflege und dem Tod, die als schwerer Schlaganfall bezeichnet wurden.
Ein leichter bis mittelschwerer Schlaganfall wurde als ein Score definiert, der vom Patienten ohne Symptome bis hin zur Notwendigkeit von Hilfe bei der Körperpflege reichte, aber in der Lage war, ohne die Hilfe einer anderen Person zu gehen.
Die Forscher identifizierten die folgenden Risikofaktoren für einen Schlaganfall: Blutdruck über 140/90 mmHg, Vorhofflimmern, Diabetes, hoher Cholesterinspiegel, Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährungsqualität, körperliche Inaktivität, psychischer Stress sowie soziales und überschüssiges Körperfett um die Taille.
Anschließend verglichen sie, wie wichtig die Risikofaktoren für einen schweren oder leichten bis mittelschweren Schlaganfall im Vergleich zu Menschen waren, die keinen Schlaganfall hatten.
Die Studie ergab, dass Menschen mit hohem Blutdruck 3,2-mal häufiger einen schweren Schlaganfall und 2,9-mal häufiger einen leichten bis mittelschweren Schlaganfall erleiden als Menschen ohne hohen Blutdruck.
Darüber hinaus hatten Menschen mit Vorhofflimmern ein 4,7-mal höheres Risiko, einen schweren Schlaganfall zu erleiden, und ein 3,6-mal höheres Risiko, einen leichten bis mittelschweren Schlaganfall zu erleiden, als Menschen ohne Vorhofflimmern.
Raucher hatten außerdem ein 1,9-mal höheres Risiko, einen schweren Schlaganfall zu erleiden, und ein 1,7-mal höheres Risiko, einen leichten bis mittelschweren Schlaganfall zu erleiden, als Nichtraucher.
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