Viele Menschen glauben, dass wir mit 18 Jahren erwachsen werden, wenn wir rechtlich als Erwachsene gelten. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass die wirkliche Reife, insbesondere die geistige und emotionale, erst viel später eintreten kann.
Nach neueren Forschungen zur Gehirnentwicklung endet der Reifungsprozess nicht in den frühen Zwanzigern, sondern setzt sich bis weit in die Dreißiger fort. Das bedeutet, dass das Gefühl, „ausgewachsen“ zu sein, möglicherweise nicht mit einem genauen Datum verbunden ist, sondern mit einem allmählichen Prozess, der länger dauert, als wir dachten.
Seit vielen Jahren wird gesagt, dass das Gehirn etwa im Alter von 25 Jahren vollständig entwickelt ist, denn in diesem Zeitraum erreicht der präfrontale Kortex, der Teil, der die Entscheidungsfindung und Selbstkontrolle steuert, seine Reife.
Neuere Studien zeigen jedoch, dass die Gehirnentwicklung über dieses Alter hinaus anhält und möglicherweise erst in den frühen Dreißigern ihre volle Stabilität erreicht. Forscher haben herausgefunden, dass das Gehirn im Laufe seines Lebens mehrere wichtige Phasen durchläuft und einer der Schlüsselmomente etwa im Alter von 32 Jahren eintritt, wenn seine Organisation stabiler und effizienter wird.
Psychologen weisen außerdem darauf hin, dass das Erwachsensein nicht nur mit der Biologie, sondern auch mit dem Lebensstil zusammenhängt.
Früher galten Menschen als Erwachsene, wenn sie die Schule beendeten, zu arbeiten begannen, heirateten oder eine Familie gründeten.
Heutzutage treten diese Stadien später auf, weshalb viele Forscher von einem Stadium sprechen, das „prägendes Erwachsenenalter“ genannt wird und den Zeitraum vom späten Teenageralter bis zu den späten Zwanzigern umfasst. In dieser Phase suchen Menschen nach ihrer Identität, probieren verschiedene Wege aus und übernehmen nach und nach Verantwortung.
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