Der katholische Ostermontag markierte einen weiteren dramatischen und gewalttätigen Tag für den Libanon, da die israelische Armee ihre Bombenangriffe auf die südlichen Vororte von Beirut, den Südlibanon und die Bekaa-Region verstärkte.
Die Situation bleibt kritisch, da die Bewohner von mehr als 40 Dörfern angesichts einer neuen Welle von Massenangriffen zur dringenden Evakuierung aufgefordert werden. Das Besondere an diesen jüngsten Warnungen ist die erstmalige Einbeziehung von Dörfern mit christlicher Bevölkerung wie Adoussiyé und Bfaouré, wodurch die Karte des Konflikts erweitert wird.
Das menschliche Gleichgewicht wird von Stunde zu Stunde schwerer. Nach neuesten Daten des Gesundheitsministeriums liegt die Zahl der Toten bei mindestens 1.497 Menschen, darunter 130 Kinder. Allein in den letzten 24 Stunden wurden 36 Opfer gemeldet, zudem trafen die Angriffe auch medizinisches Personal.
Das Ministerium verurteilte den Angriff auf die Krankenwagen in Siddiqine und Hariss aufs Schärfste und bezeichnete ihn als schweren Verstoß. Ein Ereignis, das heftige Reaktionen hervorgerufen hat, ist der Tod von Bernard al-Hajj, einem christlichen Bürger, der in Hamadiyé von einer Drohne getötet wurde, eine Tatsache, die die internen Spannungen zwischen den christlichen Parteien und der Hisbollah verschärft.
Das israelische Militär behauptet, vor Ort über 300 Einrichtungen getroffen zu haben, die mit der Infrastruktur der Hisbollah in Verbindung stehen, darunter unterirdische Tunnel und Waffendepots. Andererseits reagierte die Hisbollah mit Angriffen auf israelische „Merkava“-Panzer und griff Militärstützpunkte bis zu 75 Kilometer innerhalb des israelischen Territoriums an.
Während die heftigen Kämpfe in Gebieten wie Khiam und Metula andauern, bemühen sich die libanesischen Behörden darum, das Gesundheitssystem am Laufen zu halten. Der Gesundheitsminister besucht ein AIDS-Krankenhaus, um die Nothilfe für die Verwundeten zu koordinieren.
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