Die deutsche Regierung hat ihren Widerstand gegen die Wiederaufnahme diplomatischer Kontakte mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin als Teil der Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine bekräftigt, obwohl diese Idee nach der Unterstützung der Staats- und Regierungschefs Frankreichs und Italiens an Boden gewinnt.
„Wir unterstützen direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine auf höchster Ebene, denn ohne die Beteiligung der Ukraine kann es keinen gerechten und dauerhaften Frieden geben“, sagte ein Sprecher des deutschen Außenministeriums gegenüber Euronews.
Ihm zufolge gebe es bislang keine Anzeichen für eine Änderung der Haltung Moskaus.
„Russland wiederholt weiterhin maximalistische Forderungen und zeigt keine wirkliche Verhandlungsbereitschaft, während es weiterhin brutale Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine und andere zivile Ziele angreift“, betonte der Sprecher.
Letzte Woche äußerte sich der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz skeptisch gegenüber der Aussicht auf eine erneute Zusammenarbeit mit dem Kreml und unterstrich damit die anhaltende Weigerung Russlands, einen bedingungslosen Waffenstillstand in der Ukraine zu akzeptieren, eine frühe Forderung europäischer Länder.
„Wir müssen unseren Druck und unsere Sanktionen aufrechterhalten und wo immer möglich verschärfen“, erklärte Merz und fügte hinzu, dass die Europäische Union in ständigem Kontakt mit Kiew und Washington stehe, um eine einheitliche Haltung zu vermitteln.
Er warnte davor, dass die Kosten, die Moskau zu zahlen habe, einschließlich der wirtschaftlichen, von Woche zu Woche und von Monat zu Monat steigen würden, wenn Moskau nicht seine Bereitschaft zeige, den Krieg zu beenden. „Das ist leider die Situation, in der wir uns heute befinden“, schloss die deutsche Kanzlerin.
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