Schwester Teuta Butka: Wenn das Kind zuschlägt, zeigt das einen Ruf zur Verzweiflung, es weiß nicht, wie es mit seinen Gefühlen umgehen soll

Schwester Teuta Butka: Wenn das Kind zuschlägt, zeigt das einen Ruf zur Verzweiflung, es weiß nicht, wie es mit seinen Gefühlen umgehen soll


Schwester Teuta Butka, die von Moderatorin Pranvera Borakaj auf Vizion Plus zu „Quo Vadis“ eingeladen wurde, hat die Situation kommentiert, in der sich die albanische Gesellschaft heute befindet und die Gewalt und Kriminalität gegen Minderjährige widerspiegelt.

Schwester Teuta Butka sagte, dass Kinder und Familien heute dringend Hilfe benötigen, damit alle gemeinsam den schlimmen Moment bewältigen können, in dem wir uns befinden.

Ihrer Meinung nach ist das Weinen, Schreien oder die Aggressivität jedes Kindes ein verzweifelter Hilferuf.

Auszüge aus dem Gespräch:

Boracay: Ist die Familie die Grundlage oder die mangelnde Funktionsfähigkeit der Institutionen?

Schwester Teuta Butka: Unsere Versuchung besteht darin, dass wir, wenn etwas passiert, nach jemandem suchen, dem wir die Schuld geben können. Das ist systemisch, von der Familie bis zu den Medien, sie alle haben ihre eigene Rolle. Aber auch die Eltern waren in ihrem Erziehungsprozess nicht engagiert. Es ist notwendig, dass die Eltern den Rat der Erzieher einholen. Die Familie braucht die Unterstützung von Institutionen zur Konfrontation und zum Dialog. Wir schreien überall, wir schreien in der Stimmung, im Parlament. Wir führen keinen Dialog, keiner hört dem anderen zu. Mir gefällt das Format des Programms. Wenn wir zuhören, hören auch die Eltern einander zu.

Boracay: Manche fragen sich, mit wem wir heute kämpfen werden.

Schwester Teuta Butka: Don Bosco sagte, die Schulen sollten zur Bildung zurückkehren. Für mich sind Familien Teil meines Gebets.

Boracay: Gibt es in den von Ihnen betreuten Einrichtungen Konflikte zwischen Kindern?

Schwester Teuta Butka: Absolut ja.

Boracay: Sind sie von Jahr zu Jahr gestiegen?

Schwester Teuta Butka: Ja, sie wurden hinzugefügt.

Boracay: Worüber streiten junge Menschen?

Schwester Teuta Butka: Die Wertschätzung, die sie von ihren Kollegen nicht bekommen. Kinder können sich in viele Dinge verwickeln. Kinder wollen nur gehört werden. Für mich ist es ein Schrei der Verzweiflung, wenn ein Kind von einem anderen Kind aggressiv wird.

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