Chronische, systemische Entzündungen sind laut John Hopkins Medicine ein ernstes Gesundheitsproblem, das durch die Ernährung verschlimmert oder verbessert werden kann. Der Naturheilkundler Yohan Mannone, Experte für Mikroernährung, erklärt, wie bestimmte Lebensmittel Entzündungen im Körper fördern können.
Von den Lebensmitteln, die er zu meiden empfiehlt, sind zwei die schädlichsten: Gluten und minderwertige Milchprodukte.
Gluten
Gluten ist eine Substanz, die in Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel und Kamut sowie in allen daraus gewonnenen Produkten vorkommt: Nudeln, Brot, Kekse, Kuchen, Haferflocken und Gebäck. Es ist eine Mischung aus zwei Pflanzenproteinen, Prolamin und Glutenin, die zusammen mit Stärke das Proteindepot des Samens bilden.
Das Problem mit Gluten entsteht vor allem durch den modernen Weizenanbau. Der heutige Weizen wurde gentechnisch so verändert, dass er 42 statt der ursprünglichen 14 Chromosomenpaare aufweist. Diese Änderung hat die Ernteerträge erhöht, Gluten jedoch für den menschlichen Körper unverdaulicher gemacht. Eine unvollständige Verdauung von Gluten kann zu Dysbiose (Ungleichgewicht der Darmflora) und Darmhyperpermeabilität führen, was zu Entzündungen und Gesundheitsproblemen führen kann.
Obwohl Menschen mit Zöliakie vollständig auf Gluten verzichten sollten, ist der vollständige Verzicht auf Gluten für alle anderen nicht notwendig. Es ist jedoch wichtig, ihn zu begrenzen, insbesondere bei modernem Weizen. Wählen Sie Brot aus alten Weizensorten wie Einkorn und natürlicher Hefe, die hilft, Gluten vorzuverdauen und es bekömmlicher zu machen.
Milchprodukte von schlechter Qualität
Milchprodukte enthalten Laktose, ein Kohlenhydrat, das aus Glukose und Galaktose besteht. Laktose wird mit Hilfe des Enzyms Laktase verdaut, dessen Produktion im Erwachsenenalter abnimmt. Dies kann zu einer Laktoseintoleranz mit Symptomen wie Blähungen, Hautproblemen, Schnupfen, Migräne und Gelenkschmerzen führen.
Kasein, das Hauptprotein in Milchprodukten, gilt als Allergen. Wenn es vom Körper nicht erkannt wird, kann es zu Entzündungsreaktionen, Darmpermeabilität und Immunstörungen kommen. Kasein wird in zwei Arten unterteilt: Beta-A1-Kasein, das in der Milch gentechnisch veränderter Kühe vorkommt, und Beta-A2, das in der Milch von Ziegen, Schafen und nicht hybridisierten Kühen vorkommt. Der zweite ist löslicher und weniger schädlich.
Die Qualität von Milchprodukten hängt vor allem von den Bedingungen der Tierhaltung ab. Heutzutage werden Kühe mit verarbeiteter Nahrung gefüttert, die reich an entzündungsfördernden Omega-6-Fetten ist, und erhalten gleichzeitig Antibiotika und Hormone, um ihre Produktion zu steigern. Diese Elemente gehen in die Milch über und wirken sich negativ auf die menschliche Gesundheit aus.
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