„Der Druck auf Richter steigt“, KLJ: Solche Einstellungen verletzen ihr Image und ihre Würde!

„Der Druck auf Richter steigt“, KLJ: Solche Einstellungen verletzen ihr Image und ihre Würde!


Der Hohe Justizrat hat auf den zunehmenden Druck auf Richter und Justiz reagiert.

In einer Erklärung erklärt der Oberste Gerichtshof, dass er Verständnis für die von Amtsträgern oder Privatpersonen und insbesondere von den schriftlichen und audiovisuellen Medien geäußerten Positionen und kritischen Meinungen hat, die zur Erhöhung der Transparenz und Wirksamkeit des Justizsystems beitragen.

Vollständige Aussage

Der Oberste Justizrat versteht die Positionen und kritischen Meinungen, die von Amtsträgern oder privaten Einrichtungen und insbesondere von den schriftlichen und audiovisuellen Medien geäußert werden und zur Erhöhung der Transparenz und Wirksamkeit des Justizsystems beitragen.

In jüngster Zeit ist jedoch mit Besorgnis ein „Druck“ auf Richter und die Justiz zu beobachten, der einen steigenden Trend aufweist, sowie das Auftauchen einiger Positionen oder Erklärungen mit sichtbarer Auswirkung auf die Information der öffentlichen Meinung, die nicht nur die Menschenrechte der Richter bei der Ausübung ihrer Pflichten verletzen, sondern auch die Ausübung ihrer rechtlichen Aufgaben ernsthaft gefährden.

Der Hohe Justizrat bekräftigt, dass solche Einstellungen das Image und die Würde von Richtern verletzen und die Unabhängigkeit der Justiz untergraben. Der Oberste Rat verteidigt in Übereinstimmung mit seiner verfassungsmäßigen Pflicht die Integrität der Richter und des Justizsystems und fordert sie auf, solche Äußerungen zu vermeiden, die dazu neigen, das Justizsystem zu beeinflussen.

Wie in jeder demokratischen Gesellschaft sind Richter Garanten für die Gleichheit der Parteien vor dem Gesetz. Folglich muss die Ausübung ihrer Funktion unabhängig und frei von jeglicher Einflussnahme erfolgen und ausschließlich der Verfassung und den Gesetzen unterliegen.

Der Oberste Justizrat macht die öffentliche Meinung darauf aufmerksam, dass er die unersetzliche Aufgabe der Medien respektiert, die Öffentlichkeit über die Tätigkeit des Justizsystems zu informieren. Andererseits erwartet er jedoch von den Medien, dass sie die Würde des Gerichts und des Richters respektieren und keine Informationen verbreiten, die beleidigende Sprache oder Bilder enthalten, die das Image des Richters verletzen.

Der Rat fordert alle öffentlichen und privaten Einrichtungen auf, die Unabhängigkeit der Justiz als eine der Grundlagen der Rechtsstaatlichkeit zu respektieren. Die einzige Möglichkeit, eine gerichtliche Entscheidung anzufechten, besteht in den gesetzlich vorgesehenen Verfahrensmitteln, indem man sich an ein höheres Gericht wendet. Ebenso sollten Beschwerden oder Ansprüche bezüglich des Verhaltens oder der Integrität eines Richters an die zuständigen Institutionen gerichtet werden.

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