Es gibt Tage, da wacht man müde auf, obwohl man ausreichend geschlafen hat. Du hast keine schwere Arbeit geleistet und bist nicht den ganzen Tag gelaufen, aber du fühlst dich trotzdem energielos. Und natürlich stellt sich die Frage: Woher kommt diese Müdigkeit?
Die Wahrheit ist, dass die heutige Müdigkeit nicht immer körperlicher Natur ist. Sie ist geistig. Wir leben in einer Zeit, in der das Gehirn niemals ruht. Benachrichtigungen, Nachrichten, Vergleiche, Erwartungen, Pläne, Zukunftsängste, alles sammelt sich im Kopf, auch wenn der Körper auf der Couch sitzt.
Wir sind müde, weil wir das Gefühl haben, wir müssten immer etwas mehr sein: produktiver, erfolgreicher, schöner, stärker. Selbst Ruhe geht oft mit Schuldgefühlen einher. Auch wenn wir nichts tun, arbeitet der Geist weiter.
Soziale Netzwerke verstärken dieses Gefühl. Wir sehen Leben, die perfekt erscheinen, Menschen, die „vorankommen“, während wir das Gefühl haben, festzustecken. Das ist anstrengender als jeder Arbeitstag.
Vielleicht brauchen wir nicht mehr Energie, sondern mehr Ruhe. Für Momente ohne Telefon, ohne Vergleiche, ohne Druck. Zu akzeptieren, dass es nicht notwendig ist, immer in Bestform zu sein.
Manchmal ist Müdigkeit nur ein Signal, das uns sagt: Halten Sie eine Weile inne, atmen Sie durch und geben Sie sich mehr Verständnis.
Denn echte Ruhe bedeutet nicht, nichts zu tun, sondern eine Zeit lang nichts von sich selbst zu verlangen.
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