Für Premierminister Edi Rama ist die Eröffnung von Gruppenkapiteln und die Weiterentwicklung der EU-Integration für Albanien wie ein Seemann, der nach langer Zeit auf See Land sieht.
In einem Interview mit dem renommierten italienischen Medium Corriere della Sera betonte der Regierungschef erneut, dass die Vergangenheit das Land nicht daran hindern werde, sein Hauptziel zu erreichen.
„Es war ein Jahr der Erleichterung, da wir nach einem langen Reformweg voller schwieriger Hindernisse endlich am Verhandlungstisch für die Mitgliedschaft in der Europäischen Union sitzen.“ Das Gefühl ist wie das von Seeleuten, die nach einer langen Reise endlich Land sehen. Alles, was uns zu dem großen historischen Schritt führen wird, der Europäischen Union beizutreten und Albanien in ein Land zu verwandeln, in dem die Vergangenheit die Zukunft nicht als Geisel nehmen kann.“
Aber werde Albanien im Jahr 2030 der Union beitreten, gab Rama nur diese Antwort.
„Ich bin kein Prophet.“
Der Wille der Bürger bei den Wahlen für Rama am 11. Mai wird den Ausschlag für seine Regierungsführung seit 2013 bis heute geben.
„Es steht mir nicht zu, mir selbst eine Einschätzung zu geben. Im nächsten Mai werde ich das Votum der Bürger demütig begrüßen, denn darauf kommt es an. Für eine vierte Amtszeit zu kandidieren und eine vielversprechende Unterstützung zu haben, ist schon etwas Besonderes.“
Die guten Beziehungen zu seiner Amtskollegin Georgia Meloni seien dem Premierminister zufolge auf die engen Beziehungen zwischen Italien und Albanien zurückzuführen.
„Ich würde es nicht als ideologisches Problem betrachten. Wie ich schon oft gesagt habe, haben wir eine ganz besondere Beziehung zu Italien, die durch ideologische Zugehörigkeiten begrenzt ist.“
Corriere della sera bezeichnete den Schritt von Premierminister Rama, TikTok für ein Jahr abzuschalten, als einen Versuch, die Bevölkerung, insbesondere junge Menschen, zu schützen.
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