Ein großer Teil der Vereinigten Staaten bereitet sich auf extreme Kälte vor, nachdem ein heftiger Wintersturm vorbeigezogen ist, der Dutzende Menschen getötet, Millionen Menschen ohne Strom zurückgelassen und den Flugverkehr lahmgelegt hat. Unterdessen wird am Wochenende mit einer weiteren Kältewelle gerechnet, was die Besorgnis über noch schwerwiegendere Folgen verstärkt.
Laut einer Bilanz der AFP, die auf Daten lokaler Behörden und amerikanischer Medien basiert, sind mindestens 38 Menschen durch extreme Wetterbedingungen, Unfälle oder Unterkühlung ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind drei Kinder in Texas, die nach einem Sturz in einen zugefrorenen See starben, während in New York mindestens zehn Menschen tot draußen aufgefunden wurden.
#LiveUpdates: US-Winterschneesturm – Schnee, Graupel und gefährlich kalte Temperaturen fegen über östliche zwei Drittel des Landes, da Tausende von Flügen eingestellt werden müssen. pic.twitter.com/l9jVeJTCPO
— Gopal Sengupta (@senguptacanada) 25. Januar 2026
Der Sturm hat vor allem im Süden des Landes, darunter Tennessee, Texas, Mississippi und Louisiana, zu erheblichen Stromausfällen geführt. Nach Angaben von PowerOutage.com waren am Dienstagabend noch etwa eine halbe Million Haushalte und Unternehmen ohne Strom.
Die Situation hat auch im Luftverkehr für Chaos gesorgt. Große Flughäfen wie die in Washington, Philadelphia und New York haben den Betrieb teilweise eingestellt, während seit Samstag über 22.000 Flüge gestrichen wurden. Allein am Sonntag wurden mehr als 9.000 Flüge gestrichen, eine Rekordzahl seit Beginn der COVID-19-Pandemie.
Die Temperaturen werden in vielen nördlichen Bundesstaaten bis Sonntag unter dem Gefrierpunkt bleiben, während ein neues Kältesystem aus Kanada den Prognostikern zufolge mehr Regen oder Schnee an die US-Ostküste bringen könnte. Die Behörden warnen, dass einige Gebiete, insbesondere im Süden, nicht auf solch harte Winterbedingungen vorbereitet sind, was das Risiko anderer schwerwiegender Folgen erhöht.
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