Der ehemalige Parlamentsabgeordnete Dashamir Shehi, der im „Quo Vadis“-Studio der Moderatorin Pranvera Borakaj auf Vizion Plus anwesend war, betonte, dass die Justizreform erst auf internationalen Druck hin angenommen wurde.
Ihm zufolge dachten Ausländer, als sie sahen, was mit der Korruption in Albanien passiert, darüber nach, Sondergerichte einzurichten, um der Straflosigkeit ein Ende zu setzen.
Er sagte, dass die Gerechtigkeit in Wirklichkeit der Politik Angst mache, da zum ersten Mal hohe Beamte im Gefängnis gesehen würden.
Auszüge aus dem Gespräch:
Scheich: Das Wort Reform in Albanien wurde hier häufig missbraucht. Die Justizreform erfolgte auf Druck von Ausländern, ebenso wie die Sondergerichte im Kosovo, in Mazedonien, Kroatien und Rumänien. In einem Land wie Albanien, wo die Korruption sehr hoch ist, sind besondere Elemente erforderlich. Die Politik besteht nicht darin, dass sie sich gegenseitig verurteilt haben. Die Politik hat ein Unternehmenssystem aufgebaut. Wenn man sie vor den Wahlen sieht, sagen sie: „Wie lange kommen wir noch, Diebe und andere.“ Dann, sobald sie kommen, sagen sie: „So funktioniert Politik“.
Du erinnerst dich an die Geschichten mit Nano und Berisha. Die Ausländer verstanden, dass in diesem Land, wo große Unterdrücker nicht bestraft werden, ein Sondergericht nötig ist; es wurde nur für diesen Job gemacht.
Boracay: Hat er der Politik Angst gemacht?
Scheich: Ja, es machte ihm Angst. Noch nie sind Minister ins Gefängnis gegangen. Funktioniert das gesamte System im Block? Definitiv nicht.
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