Schulen in Tirana werden im Rahmen des „Smart Stadt“-Projekts zu den ersten gehören, die mit intelligenten Kameras überwacht werden. Das Innenministerium hat die ersten 20-, 9-jährigen und gymnasialen Schulen ausgewählt, die unter ständiger Beobachtung stehen.
Doch der Technologieexperte Edmond Liçaj beschreibt diese Initiativen als aufgezwungen und außerhalb der tatsächlichen Bedürfnisse des Landes.
Als er in das Studio von QUO VADIS auf Vizion Plus eingeladen wurde, sagte Liçaj, dass Albanien sich in einen experimentellen Staat verwandle, in dem Projekte umgesetzt würden, die im Ausland entwickelt und nicht an die lokale Realität angepasst worden seien.
Eines der Hauptanliegen sei seiner Meinung nach die Erhebung und Speicherung von Daten durch Überwachungssysteme, auch in Schulen.
Liçaj lehnt auch die Idee ab, dass diese Projekte mit der Entwicklung einer „intelligenten Stadt“ zusammenhängen, und argumentiert, dass Albanien nicht über die Voraussetzungen für ein solches Modell verfüge.
Auszüge aus dem Gespräch:
Lichaj: Das ist nicht unser Projekt, denn es hätte eine Vision und wäre unser Wunsch. Die Tatsache, dass uns unaufgefordert und geplante Projekte angeboten werden … Albanien hat sich in einen Experimentalstaat verwandelt. Durch die Überwachung der Schulen sehen sie, was passiert. Wir wollen nicht, dass überwacht wird, wie sie getötet und vergewaltigt werden. Es geht um die Errichtung einer Struktur für die nationale Sicherheit, aber nicht durch uns.
Boracay: Meinen Sie die Emirate? Dass die Gelder von dort kommen.
Lichaj: Ich glaube, dass sie nichts miteinander zu tun haben, dass kein Araber hinter dieser Sache steckt. Wir fragen uns, warum Daten gespeichert werden sollten. Es kann nie ein Fremder sein, mein Freund, besonders in Kriegszeiten. Mit uns als Land wurden schon immer Experimente durchgeführt. Letztes Jahr wurde er DPI. Sie war jetzt gefährlicher als das hier. Ich betrachte dies als eine Fortsetzung dieses Projekts, denn letztendlich geht es darum, Daten zu erhalten. Solche Projekte, die es in keinem europäischen oder westlichen Land gibt, bedeuten, dass große Rechnungen und Interessen übernommen werden. Hier geht es nicht nur um die Schule, hier wird Sensibilität gemessen. Wir haben auch Polizisten und Schulpsychologen. Wir haben alles, aber das Problem ist, dass wir keine intelligenten Labore haben. Was brauchen wir intelligente Kameras? Dies ist keine „intelligente Stadt“. Dies nennt man „sichere Stadt“. Eine „Smart Stadt“ in Tirana kann auch in 100 Jahren nicht realisiert werden.
/vizionplus.tv
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