Neueste Untersuchungen zeigen, dass ständige Beschwerden und uneingeschränkte Kritik am Partner schwerwiegende Folgen für dessen Gesundheit haben und sogar das Leben um bis zu fünf Jahre verkürzen können. Forscher weisen darauf hin, dass sich neben Stress und Konflikten auch ständige Kritik negativ auf die körperliche Gesundheit des Partners auswirkt.
Zu diesem Schluss kam eine Gruppe von Forschern am Lafayette College in Pennsylvania, USA, unter der Leitung von Professor Jamila Bookwala, nachdem sie Daten von 1.734 Personen im Alter von 57 bis 85 Jahren im Rahmen der National Survey on Quality of Life, Health and Aging (NSHAP) analysiert hatten. Mehr als 90 % der Teilnehmer waren verheiratet, während der Rest in einer festen Beziehung oder in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft lebte.
Die Häufigkeit der Partnerkritik wurde anhand einer dreistufigen Skala bewertet. Fünf Jahre später zeigten die Ergebnisse, dass diejenigen, die häufig kritisiert wurden, ein höheres Sterberisiko hatten, ein Effekt, der bei beiden Geschlechtern beobachtet wurde. Die Forscher kontrollierten andere Faktoren wie Medikamente, Körpergewicht und Alter.
Professor Bookwala erklärte, dass unaufhörliche Kritik nicht nur die psychische Gesundheit beeinträchtigt, sondern auch zu chronischem zwischenmenschlichen Stress führt, der sogar den Tod des Einzelnen beeinträchtigen kann. Ihr zufolge war die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von fünf Jahren zu sterben, bei Teilnehmern, die häufig Kritik erlebten, um bis zu 44 % höher, und das Risiko könnte bei denjenigen, die dies intensiver erlebten, auf 107 % steigen.
Die Ergebnisse wurden nicht davon beeinflusst, wie offen die Teilnehmer ihren Partnern gegenüber waren oder wie vertrauenswürdig sie in der Beziehung waren, was darauf hindeutet, dass der Haupteinfluss die Häufigkeit der Kritik war.
/vizionplus.tv
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