Die scheidende Außenministerin Elisa Spiropali hat auf die jüngsten Angriffe Irans auf amerikanische Stützpunkte reagiert.
In einer Reaktion betont Spiropali, dass das Regime der Ayatollahs eine Bedrohung für die internationale Sicherheit darstellt.
Sie fügt hinzu, dass die Freiheit heute das Gesicht der Mädchen und Frauen im Iran habe.
Reaktion der Ministerin für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Elisa Spiropali:
Die Lage im Nahen Osten tritt in eine gefährliche Phase der Eskalation ein, deren Folgen über die Grenzen der Region hinausgehen und die globale Sicherheit beeinträchtigen.
Im Zentrum dieser Krise stehen nicht nur Staaten und Strategien. Es sind die Leute.
Im Iran sind normale Bürger für Würde und Freiheit auf die Straße gegangen. Viele von ihnen wurden getötet. Andere wurden inhaftiert oder sind verschwunden.
Wir können dies nicht als geopolitische Episode betrachten. Wir müssen es als das sehen, was es ist: die Konfrontation einer Gesellschaft mit Unterdrückung.
Bei dieser Konfrontation standen iranische Frauen und Mädchen an vorderster Front. Sie sind zu Symbolen inspirierender Widerstandskraft geworden – aber auch zu Opfern brutalster Gewalt. Viele von ihnen wurden geopfert. Ihre Namen sind vielleicht nicht alle bekannt, aber ihr Opfer ist real und ernst.
Wir ehren diejenigen, die auf der Suche nach Freiheit ihr Leben verloren haben.
In Albanien war und ist klar: Das Regime der Ayatollahs hat jahrzehntelang sein eigenes Volk unterdrückt und durch Handlungen und Strukturen, die die internationale Sicherheit untergraben, zur Destabilisierung der Region beigetragen.
Gleichzeitig verurteilen wir jeden Angriff auf Zivilisten und jede Aktion, die eine unkontrollierte militärische Eskalation birgt. Die Angriffe und Drohungen, die die Vereinigten Arabischen Emirate, Israel, die Golfstaaten sowie amerikanische Interessen und Personal in der Region getroffen haben, sind inakzeptabel. Die Sicherheit unserer Verbündeten und die regionale Stabilität können nicht in Frage gestellt werden.
Albanien steht unseren Verbündeten und strategischen Partnern bei der Verteidigung der kollektiven Sicherheit zur Seite. Aber unsere Haltung beruht auch auf unserer historischen Erfahrung: Wir wissen, was Diktatur bedeutet und welchen Preis die Freiheit zahlt.
In diesem heiklen Moment ist diplomatische Besonnenheit, aber auch moralische Klarheit gefragt. Dauerhafter Frieden basiert nicht auf Angst, sondern auf Verantwortung und Respekt für das menschliche Leben.
Freiheit hat ein Gesicht. Heutzutage ist dieses Gesicht oft das einer iranischen Frau oder eines iranischen Mädchens, die sich entschieden hat, nicht zu schweigen.
Albanien wird weiterhin klar und deutlich sprechen, wenn die Freiheit verletzt und die Sicherheit bedroht wird.
Denn es gibt Momente, in denen die Geschichte eine Haltung erfordert.
Dies ist einer von ihnen.
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