Dienstag, 3. Dezember 2024
Auf der Arival Activate Edinburgh-Konferenz wurden innovative Strategien und Erkenntnisse für die Tourismusbranche vorgestellt, wobei Social-Media-Erfolg, Nachhaltigkeit und wichtige Leistungskennzahlen im Mittelpunkt standen.
„Accidental Influencer“ teilt TikTok-Erfolgstipps
Der in London ansässige Reiseleiter David Harry, weithin bekannt als „Der Spion, der viral ging“, faszinierte die Teilnehmer mit seiner Reise zum TikTok-Star.
Mit über 10 Millionen Likes und 345.000 Followern zeigte Harry, dass Authentizität und Spontaneität der Schlüssel zum Erfolg auf der Plattform sind.
„TikTok hasst alles, was nach Marketing riecht“, erklärte er und betonte, wie wichtig es sei, natürlich und ansprechend zu sein.
Harry demonstrierte seinen Ansatz mit einem viralen Video an der Londoner Oscar-Wilde-Statue und nutzte dabei einen starken Hook, um das Publikum in den ersten Sekunden zu fesseln.
Seine Plattform hat sich zu einem profitablen Unternehmen entwickelt, das ihm in einem einzigen Monat 1.700 £ einbrachte.
Er ermutigte die Betreiber, das Fachwissen ihrer Guides für die Erstellung von Inhalten zu nutzen, Themen mit bleibender Anziehungskraft zu erkunden und TikTok-Analysen zu nutzen, um maßgeschneiderte Strategien zu entwickeln.
Harry warnte außerdem davor, Inhalte plattformübergreifend zu recyceln, und betonte dabei die einzigartigen Stile und Zielgruppen jedes Mediums.
Seine Erkenntnisse lieferten umsetzbare Tipps für Betreiber, um das Potenzial von TikTok für das Geschäftswachstum zu nutzen.
Nachhaltigkeit: Über Schlagworte hinaus hin zum Handeln der Verbraucher
Paul Easto, Gründer der Wilderness Group und Chief Sustainability Officer der Active Travel Group, forderte die Tourismusbranche auf, Nachhaltigkeitsabsichten in konkrete Verbraucheraktionen umzusetzen.
In seiner Grundsatzrede betonte Easto die Diskrepanz zwischen den angegebenen Vorlieben der Reisenden und dem Buchungsverhalten und zeigte in einer Live-Umfrage, dass sich nur wenige aktiv für nachhaltige Unterkünfte entscheiden.
Easto betonte die Gefahren von Greenwashing und forderte mehr Transparenz bei unabhängig überprüften Behauptungen.
Er ließ sich vom Marketingerfolg von Tesla inspirieren und forderte die Branche auf, Nachhaltigkeit für Verbraucher „inspirierend und unterhaltsam“ zu gestalten. Er plädierte auch für wirkungsvolle Investitionsentscheidungen, wie etwa die Verlagerung von Renten in ESG-Fonds, die den CO2-Fußabdruck deutlich reduzieren können.
Die Sitzung endete mit einem Aufruf an Unternehmen, mit renommierten Umweltpartnern zusammenzuarbeiten, sich Zertifizierungen zu sichern und soziale Medien zu nutzen, um überzeugende Nachhaltigkeitsgeschichten zu teilen.
Wichtiges Tourismusgremium untersucht Wachstum und Herausforderungen
Ein Panel mit Branchenführern von Visit Scotland, der European Tourism Association, der Scottish Tourism Alliance und UK Inbound löste lebhafte Diskussionen über die Zukunft des Tourismus aus.
Die Themen reichten von der sich entwickelnden Rolle von Destination Marketing Organizations (DMOs) bis hin zur Bedeutung von Online-Buchbarkeit und Vertriebskanälen.
Vicky Miller von Visit Scotland hob den Wandel von einer „Erlebnisökonomie zu einer Transformationsökonomie“ hervor und betonte die steigende Nachfrage nach einzigartigen, immersiven Reiseerlebnissen. Sie wies darauf hin, dass die Online-Buchbarkeit von entscheidender Bedeutung sei, da die Mehrheit der schottischen Besucher Erlebnisse online buche.
Jess Croft von UK Inbound unterstrich die anhaltende Bedeutung traditioneller Reiseveranstalter für die Sicherheit von Reisenden, während Tom Jenkins von der European Tourism Association den Wert des Aufbaus eines robusten Tourismusnetzwerks betonte.
Das Panel beschäftigte sich mit der Frage: „Wachsen oder schrumpfen wir?“ Es entfacht eine Debatte über die Kennzahlen, die Erfolg definieren.
Croft verwies auf den Net Promoter Score (NPS) als Schlüsselindikator für den britischen Inbound, während Miller sich auf den Gesamtwert der Besucherwirtschaft konzentrierte.
Mark Crothall von der Scottish Tourism Alliance betonte die Notwendigkeit langfristiger Nachhaltigkeit und Rentabilität für Unternehmen.
Die Sitzung endete mit einem Aufruf zu einer stärkeren Zusammenarbeit in der gesamten Branche, um die Regierungspolitik zu beeinflussen und Innovationen voranzutreiben und so eine nachhaltige und florierende Zukunft für den Tourismus sicherzustellen.

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