Nach dem verheerenden Brand in der Le Constellation-Bar im Skigebiet Crans-Montana am Silvesterabend, bei dem laut BBC 40 Menschen ums Leben kamen und 116 weitere verletzt wurden, hat der Schweizer Kanton Wallis den Einsatz pyrotechnischer Geräte in allen öffentlichen Innenräumen verboten.
Ähnliche Entscheidungen wurden von den Kantonen Genf und Waadt getroffen, wobei letzterer als erster in der Schweiz ein solches Verbot verhängte.
Die Behörden haben angekündigt, dass jede Familie der Opfer von einer Notzahlung in Höhe von 10.000 Schweizer Franken profitieren wird, außerdem wird ein Fonds zum Sammeln von Spenden eingerichtet. Viele der Verletzten erlitten schwere Verbrennungen, 80 von ihnen werden weiterhin in Krankenhäusern in der Schweiz und im europäischen Ausland behandelt.
Ersten Ermittlungen zufolge soll der Brand dadurch entstanden sein, dass in Champagnerflaschen platzierte Böller das Akustikdämmmaterial an der Decke entzündet hatten. Die Behörden haben zugegeben, dass die Bar seit fünf Jahren nicht auf ihre Sicherheit überprüft worden sei, was bei den Familien der Opfer, unter denen sich viele junge Menschen befanden, darunter acht unter 16 Jahren, große Wut hervorrief.
Den beiden Miteigentümern der Bar, Jacques und Jessica Moretti, wurden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und Brandstiftung vorgeworfen. Jacques Moretti ist 90 Tage lang in Untersuchungshaft, während seine Frau überwacht wird.
Unter den Opfern war auch die 24-jährige Kellnerin Cyane Panine aus Frankreich, die kurz vor Ausbruch des Feuers dabei gefilmt wurde, wie sie eine Flasche Champagner mit Feuerwerk in der Hand hielt.
Ihre Familie gab an, dass sie den Anweisungen ihres Arbeitgebers gefolgt sei und keine Verantwortung für die Tragödie trage.
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