Trumps ständiger Anführer, der amerikanische Präsident, kündigt das Peace Board an! Nur Orban aus der EU, der mitmacht

Trumps ständiger Anführer, der amerikanische Präsident, kündigt das Peace Board an! Nur Orban aus der EU, der mitmacht


US-Präsident Donald Trump hat die Schaffung eines neuen internationalen Gremiums namens „Peace Council“ (auch bekannt als „Peace Board“) angekündigt, das seiner Meinung nach als Friedenssicherungs- und Krisenmanagementmechanismus dienen soll, der sich zunächst auf Gaza konzentriert und dann auf andere globale Konflikte ausgeweitet wird.

Reuters-Berichten zufolge hat Trump Einladungen an rund 60 Länder verschickt, sich der Initiative anzuschließen. Im selben Bericht heißt es, dass Ländern, die eine Milliarde US-Dollar beisteuern, eine dauerhafte Mitgliedschaft im Rat gewährt wird, während Trump den Posten des Vorsitzenden auf Lebenszeit innehaben wird.

Trump: „Wir haben 8 Kriege gelöst“

Während seiner Rede erklärte Trump, dass seine Regierung zur Lösung von acht Kriegen beigetragen habe und sich darauf vorbereite, dasselbe bei einem weiteren Konflikt zu tun. Er nannte die Ankündigung des Rates einen „sehr aufregenden Tag“ und betonte, dass das neue Gremium mit bestehenden internationalen Institutionen, einschließlich den Vereinten Nationen, zusammenarbeiten werde.

Wer war dabei?

Auf der Bühne des Weltwirtschaftsforums in Davos wurde Trump von einer Reihe führender Persönlichkeiten begleitet, die die Einladung zum Beitritt zum Friedensrat angenommen hatten. Unter ihnen waren die Präsidenten Aserbaidschans, Argentiniens, Indonesiens, Kasachstans und des Kosovo sowie der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, der einzige Vertreter der Europäischen Union.

An der Zeremonie nahmen auch Vertreter und Führungskräfte aus Bahrain, Marokko, Armenien, Bulgarien, Jordanien, Pakistan, Katar, Saudi-Arabien, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Usbekistan und der Mongolei teil.

Der zentrale, weiße Stuhl war Donald Trump selbst vorbehalten, der zum ständigen Vorsitzenden des Friedensrates erklärt wurde.

Warum weckt der „Friedensrat“ Zweifel?

Die Initiative stieß vor allem in Europa sofort auf Skepsis. Der erste Anlass zur Sorge steht im Zusammenhang mit dem Mitgliedschaftsmodell, das als „finanzielles Ticket“ betrachtet wird, das einen geschlossenen Club schafft und die wirtschaftliche Macht und nicht den Grundsatz der internationalen Gleichheit begünstigt.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die politische Architektur des Rates. In einem Reuters-Bericht über Italien heißt es, Rom fände es problematisch, sich an einer Organisation zu beteiligen, „die nur vom Präsidenten der USA geführt wird“, da dies im Widerspruch zu den italienischen Verfassungsgrundsätzen zur gleichberechtigten Beteiligung an internationalen Organisationen stünde. Nach dieser Position gleicht der „Friedensrat“ eher einem Mechanismus amerikanischer Hegemonie als einer multilateralen Institution.

Das dritte Problem hängt mit institutionellen Überschneidungen zusammen. In einer von CNN ausgestrahlten Debatte wurde der Rat als Spannungspunkt zwischen Trump und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron angeführt, insbesondere wegen der Verwendung von Handelsdrohungen in Kontexten, die traditionell mit Diplomatie und kollektiver Sicherheit zu tun haben. Für Brüssel stellt diese Mischung aus „starker Macht“ und Friedensarchitektur ein ernstes Risiko dar.

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