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Saudi-Arabien begrüßt die Entscheidung Washingtons und bekräftigt seine gemeinsame Haltung gegen Extremismus
Tirana Times, 14. Januar 2026 – Die Vereinigten Staaten haben Zweige der Muslimbruderschaft in Ägypten, Jordanien und im Libanon offiziell als Terrororganisationen eingestuft, was einen großen Wandel in Washingtons Haltung gegenüber politisch-islamistischen Bewegungen markiert. Die Ankündigung erhielt sofort starke Unterstützung vom Königreich Saudi-Arabien, das die Muslimbruderschaft seit langem als destabilisierende Kraft in der Region identifiziert.
In einer von der saudischen Botschaft in Tirana erneut veröffentlichten Erklärung begrüßte das saudische Außenministerium den Schritt der USA und betonte, dass sie Bemühungen zur Stärkung der regionalen Sicherheit, Stabilität und Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung unterstützen. Das Ministerium bekräftigte, dass Riad alle Formen von Extremismus und Terrorismus verurteilt und Initiativen unterstützt, die Sicherheit und Wohlstand in arabischen Ländern und darüber hinaus fördern.
Die Muslimbruderschaft wurde 1928 von Hassan al-Banna in Ägypten gegründet und ist eine transnationale islamistische Bewegung, die religiösen Aktivismus mit politischen Ambitionen verbindet. Im Laufe der Jahrzehnte haben verschiedene nationale Zweige unterschiedliche Wege eingeschlagen: Einige beteiligten sich an der Wahlpolitik, andere wurden verboten und einige wurden von Regionalregierungen beschuldigt, extremistische Netzwerke zu unterstützen oder staatliche Institutionen zu destabilisieren. Der Status der Organisation ist im Nahen Osten sehr unterschiedlich. Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain haben sie als terroristische Organisation eingestuft, während andere Länder eine komplexere oder zweideutige Haltung vertreten.
Durch die Entscheidung der USA verbündet sich Washington enger mit wichtigen arabischen Partnern, die stärkere internationale Maßnahmen gegen die politischen und finanziellen Strukturen der Bruderschaft gefordert haben. Es wird erwartet, dass die Benennung auch diplomatische Auswirkungen in Ländern haben wird, in denen lokale Niederlassungen oder angeschlossene Parteien eine politische Rolle gespielt haben.
Weder Washington noch Riad haben bisher detaillierte Leitlinien zur praktischen Umsetzung der Benennung vorgelegt, einschließlich möglicher Sanktionen, Beschränkungen der Finanzierungsströme oder Auswirkungen auf angeschlossene politische Parteien und zivilgesellschaftliche Organisationen in den betroffenen Ländern. Analysten erwarten in den kommenden Tagen weitere Klarstellungen, da die US-Behörden Durchsetzungsmechanismen darlegen.
Die Unterstützung der US-Entscheidung durch Saudi-Arabien spiegelt die anhaltende Übereinstimmung zwischen den beiden Regierungen hinsichtlich der Prioritäten bei der Terrorismusbekämpfung in einer Zeit erhöhter regionaler Volatilität wider, einschließlich des anhaltenden Konflikts in Gaza, der Spannungen im Roten Meer und der sich verändernden geopolitischen Dynamik, an der Iran, die Türkei und nichtstaatliche Akteure im gesamten Nahen Osten beteiligt sind.
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