Die albanischen Exporte sind im Februar nach mehreren Monaten des Rückgangs wieder auf Wachstumskurs zurückgekehrt, was hauptsächlich auf den Anstieg der Verkäufe von Strom und Produkten im Zusammenhang mit Mineralien und Kraftstoffen sowie auf die positive Entwicklung der Automobilzulieferindustrie zurückzuführen ist.
Laut dem vom Institut für Statistik im Februar 2026 veröffentlichten Bericht über den Außenhandel erreichten die Warenexporte 30,9 Milliarden ALL, was einem Anstieg von 2,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat und um 15,8 % gegenüber Januar 2026 entspricht.
Den größten positiven Einfluss auf das jährliche Exportwachstum hatten laut INSTAT die Gruppen „Mineralien, Kraftstoffe und Elektrizität“ mit einem Beitrag von 6,3 Prozentpunkten sowie „Maschinen, Ausrüstung und Ersatzteile“ mit 0,7 Prozentpunkten.
Das Wachstum dieser Gruppen hängt hauptsächlich mit der günstigen Konjunktur der Energiepreise und dem Anstieg der Exporte von Industriesektoren zusammen, die mit der Herstellung mechanischer und elektronischer Komponenten verbunden sind.
Unterdessen zeigen einige Schlüsselsektoren der Wirtschaft weiterhin Schwäche.
Der Textil- und Schuhsektor setzte den Rückgang der Exporte fort und hatte einen negativen Einfluss von 1,1 Prozentpunkten auf die Gesamtleistung. Ebenso negativ trug die Gruppe „Lebensmittel, Getränke und Tabak“ mit 2,1 Prozentpunkten bei, während Baustoffe und Metalle mit 0,9 Prozentpunkten einen negativen Beitrag leisteten.
Der Rückgang im Lebensmittelsektor hängt auch mit den Schäden durch die Überschwemmungen zusammen, die die landwirtschaftliche Produktion, insbesondere in Gewächshäusern, beeinträchtigt haben.
Gleichzeitig erreichten die Warenimporte im Februar 2026 68 Milliarden ALL, was einem Anstieg von 0,8 % auf Jahresbasis und 17,6 % gegenüber Januar entspricht.
Infolgedessen belief sich das Handelsdefizit auf 37,1 Milliarden ALL, was einem Rückgang um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr, einem Anstieg um 19,2 % im Vergleich zum Vormonat entspricht.
Der Anstieg der Importe wurde hauptsächlich von der Gruppe „Maschinen, Geräte und Ersatzteile“ mit einem Beitrag von 5 Prozentpunkten sowie von „Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren“ mit 0,9 Prozentpunkten beeinflusst.
Negativ wirkten sich hingegen die Importe von Mineralien, Treibstoffen und Strom mit 3,6 Prozentpunkten aus, während die Importe von Baumaterialien und Metallen mit 1,3 Prozentpunkten sowie von Chemie- und Kunststoffprodukten mit 1,1 Prozentpunkten negativ ausfielen.
Was die Handelspartner betrifft, so wurde im Februar der größte Anstieg der Exporte in Richtung Kosovo mit 37,1 % und Deutschland mit 34,7 % verzeichnet, während der größte Rückgang in Richtung Italien mit 5,1 % und Spanien mit 42,3 % verzeichnet wurde.
Auf der Seite der Importe verzeichneten China mit 53,9 % und Kosovo mit 36,5 % das stärkste Wachstum, während die Importe aus Italien und der Türkei zurückgingen.
Die Europäische Union bleibt der wichtigste Handelspartner des Landes.
Die Daten zeigen, dass der Handelsaustausch mit EU-Ländern 56,3 % des Gesamthandels ausmacht, wobei 70,3 % der Exporte und 49,9 % der Importe mit EU-Ländern getätigt werden.
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