Laut heute erstmals vom Institut für Statistik (INSTAT) veröffentlichten Statistiken hat Albanien im Jahr 2024 etwa 0,3 % des Bruttoinlandsprodukts für wissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bereitgestellt.
Die Daten zeigen, dass die öffentlichen Mittel für Forschung und Innovation niedrig sind, und das zu einer Zeit, in der diese Bereiche als Schlüsselfaktoren für das langfristige Wachstum und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Landes gelten
Nach der Klassifikation der sozioökonomischen Ziele (NABS) sind über die Hälfte der Mittel, nämlich 52,6 %, auf die „allgemeine Verbesserung des Wissens“ durch von Universitäten finanzierte Forschung und Entwicklung ausgerichtet. Diese Ausrichtung zeigt, dass die Hauptpriorität der öffentlichen Finanzierung nach wie vor die Unterstützung der Universitäten ist und nicht die Entwicklung angewandter Forschung oder Projekte, die in direktem Zusammenhang mit Wirtschaftssektoren stehen.
INSTAT-Daten zeigen auch, dass Bereiche wie Bildung, Energie, Landwirtschaft, Gesundheit und Industrietechnologie nur einen relativ geringen Anteil der Gesamtförderung erhalten, während Forschungsinvestitionen in Verkehr, Telekommunikation und Infrastruktur begrenzt bleiben.
Die derzeitige Finanzierungsstruktur geht nicht an Projekte, die sich an den konkreten Bedürfnissen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung orientieren.
INSTAT klassifiziert „Forschung und Entwicklung (F&E)“ als kreative und systematische Arbeit, die mit dem Ziel durchgeführt wird, den Wissensbestand, einschließlich des Wissens über Mensch, Kultur und Gesellschaft, zu erweitern und aus dem erworbenen Wissen neue Anwendungen zu schaffen.
Wissenschaftliche Forschung umfasst kreative Arbeit und originelle Forschung, die systematisch durchgeführt wird, um neues Wissen zu gewinnen, einschließlich Wissen über Mensch, Kultur und Gesellschaft.
Die von INSTAT verarbeiteten Daten beziehen sich auf die Haushaltsprognosen und nicht auf die Ausgaben am Ende des Kalenderjahres.
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