Die Bank von Albanien hat ihre Türen für die Öffentlichkeit mit der Jubiläumsausstellung „Geld erzählt: 100 Jahre Leben und Ereignisse“ geöffnet, einer kulturellen Initiative, die die Aufmerksamkeit auf ihre hundertjährige Geschichte und die Reise der albanischen Währung lenkt.
Die Ausstellung markiert zwei Schlüsselmomente: die Gründung der Bank im Jahr 1925 und die Einführung der ersten Landeswährung im Jahr 1926.
Der Gouverneur der Bank von Albanien, Gent Sejko, betonte in seiner Rede die Rolle der Zentralbank als stabile Institution in der Geschichte des Landes.
Er beschrieb die Ausstellung als eine einzigartige Reise in die monetäre und institutionelle Geschichte Albaniens und betonte: „Die Geschichte des Geldes ist ein aufmerksamer Lehrer, der uns daran erinnert, dass Stabilität nicht von Dauer ist und dass Krisen wiederkehren können“.
Sejko betonte, dass der Zweck dieser Initiative darin besteht, der Öffentlichkeit die Wirtschaft und die Zentralbank näher zu bringen und sie durch Objekte, Erzählungen und historische Dokumente für die Bürger verständlicher zu machen. Er fügte hinzu, dass offene Kommunikation und Transparenz eine Brücke des Vertrauens zwischen der Bank und der Gesellschaft seien, und dankte allen Mitarbeitern und Partnern, die zur Realisierung der Ausstellung beigetragen haben.
„Es ist mir eine Freude und eine Ehre, dass wir heute gemeinsam die Ausstellung ‚Money Tells‘ eröffnen, die zu einem Zeitpunkt mit besonderer Symbolik kommt“, sagte er und betonte, dass die Ausstellung nicht nur die Geschichte der Zentralbank, sondern auch das tägliche Leben der albanischen Gesellschaft zeigen soll.
„Die Art und Weise, wie wir bezahlt wurden, wie wir gespart haben, wie wir Krisen gemeistert haben, wie wir die Wirtschaft wieder aufgebaut haben, wie wir nach Stabilität und einer vorhersehbareren Zukunft gestrebt haben.“
„Die Bank war unter fast allen Währungsregimen tätig: vom Goldstandard über die strenge Kontrolle zentralisierter Planung bis hin zu den modernen Rahmenwerken der Geldpolitik und dem Ziel der Preisstabilität“, sagte der Gouverneur und fügte hinzu, dass die Institution ihre Rolle als stabile Säule auch unter schwierigen Umständen beibehalten habe.
Der Gouverneur betonte, dass die Ausstellung historische Perioden nicht als abgeschlossene Kapitel betrachte, sondern als wertvolle Lehren für die Zukunft.
„Die Geldgeschichte ist ein sorgfältiger Lehrer: Sie erinnert uns daran, dass Stabilität nicht von Dauer ist; dass Krisen wiederkehren können; dass Inflation, finanzielle Instabilität oder Unsicherheit in den Erwartungen reale Kosten für Familien, Unternehmen und die Zukunft des Landes haben.“
Er wies darauf hin, dass die Zentralbanken in den letzten Jahrzehnten die Kommunikation mit der Öffentlichkeit ausgeweitet hätten, um Brücken des Vertrauens und des Verständnisses zu schaffen.
„Das ist auch der Zweck unserer Ausstellung: einen Raum zu schaffen, in dem die Geschichte eine klare Sprache spricht und die Wirtschaftswissenschaften nicht nur Spezialisten vorbehalten bleiben.“ sagte der Gouverneurund dankt den Mitarbeitern, Ökonomen, Forschern und Künstlern, die zur Dokumentation dieser Reise beigetragen haben.
Der Gouverneur kündigte an, dass die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Zentralbank der Republik Kosovo auch nach Pristina reisen werde.
„Dieser kulturelle und institutionelle Austausch ist nicht nur wichtig, um gemeinsame Geschichten zu teilen, sondern auch, um die regionale Zusammenarbeit in Bereichen zu fördern, die die Bürger direkt betreffen.“, sagte er.
Im Rahmen dieses Jubiläums präsentierte die Bank von Albanien auch eine Forschungsarbeit des verstorbenen Professors Aristoteles Pano, die 100 Jahre Geldsystem und Zentralbank in Albanien gewidmet ist.
Nach Angaben des Gouverneurs ist diese Veröffentlichung eine Fortsetzung der Bemühungen, die wichtigsten Ereignisse der Währungs- und Bankengeschichte des Landes zu dokumentieren und zu strukturieren.
Am Ende seiner Rede dankte der Gouverneur allen, die zur Realisierung der Ausstellung beigetragen haben, und hob die Partnerschaft mit dem Italienischen Kulturinstitut in Tirana und internationalen Mitarbeitern hervor. „Ich lade Sie ein, die Ausstellung neugierig zu besuchen, die Geschichten zu lesen, die Einzelheiten zu sehen, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Wenn es ihr gelingt, Interesse zu wecken, Fragen und Gespräche über unsere Geldgeschichte anzuregen, dann hat sie ihre Mission erfüllt“, schloss er.
Die in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut durchgeführte Ausstellung befindet sich im Hauptquartier Nr. 2 der Bank von Albanien, ein Gebäude mit architektonischem und historischem Wert für Tirana und die Region. Anhand von Objekten, Dokumenten, Bildern und Erzählungen reisen Besucher durch drei große Phasen der Währungsgeschichte des Landes, geprägt von politischen Veränderungen, geopolitischen Entwicklungen und wirtschaftlichen Ereignissen.
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