Mindestens 22 Menschen wurden getötet und mehr als 80 weitere verletzt, nachdem ein Kran in einem Personenzug zusammengebrochen war, was zu einem schweren Eisenbahnunglück in Nordthailand führte. Der Vorfall ereignete sich gegen 09:00 Uhr Ortszeit in der Provinz Nakhon Ratchasima während der Bauarbeiten an einer Hochgeschwindigkeitsstrecke.
Nach Angaben der örtlichen Behörden stürzte der auf einer Baustelle befindliche Kran plötzlich auf den dreiteiligen Zug, der nach der Kollision in Flammen aufging und entgleiste. Insgesamt befanden sich 195 Passagiere im Zug, einige Waggons wurden schwer beschädigt. Augenzeugen berichteten von einem lauten Geräusch und anschließenden Explosionen, als das Metall des Krans einen der Waggons fast in zwei Hälften zerteilte.
Notfall- und Rettungsteams trafen sofort am Unfallort ein, der Betrieb wurde jedoch aufgrund eines vermuteten Chemikalienlecks, dessen Ursprung nicht bekannt gegeben wurde, vorübergehend eingestellt. Der thailändische Verkehrsminister erklärte, dass eine umfassende Untersuchung durchgeführt werde, um die Unfallursachen zu klären und die Verantwortlichen zu ermitteln.
Der Kran war Teil eines großen Infrastrukturprojekts zum Bau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes, das Bangkok über Laos mit Kunming in China verbinden soll. Das rund 5,4 Milliarden Dollar teure Projekt wird von China im Rahmen der „One Belt, One Road“-Initiative unterstützt. Auch in Thailand kam es in der Vergangenheit zu schweren Transport- und Baustellenunfällen, oft im Zusammenhang mit der mangelnden Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.

/vizionplus.tv
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