Die Regulierungsbehörde hat die neuen Stromtarife für den Zeitraum vom 1. Februar bis 31. Dezember 2025 für Familienabonnenten genehmigt.
Premierminister Edi Rama betrachtete diese Entscheidung als historisch, da es das erste Mal seit mehr als drei Jahrzehnten sei, dass eine solche Entscheidung getroffen werde. Für die Energieministerin Belinda Balluku fällt diese Entscheidung zu einem Zeitpunkt, an dem sich die finanzielle Leistungsfähigkeit der Unternehmen auf dem Markt verbessert hat.
Die Entscheidung verursacht für das Verteilungsunternehmen Kosten in Höhe von 3,1 Milliarden Lek pro Jahr, während die Haushalte eine normale Energierechnung pro Jahr einsparen. Für Unternehmen ändern sich die Tarife nicht.
Andererseits warf der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Sali Berisha, Premierminister Edi Rama vor, mit der jüngsten Entscheidung zur Strompreissenkung die reichsten Familien zu begünstigen.
Um mehr über die Stromreduzierung zu diskutieren, war in der zentralen Nachrichtenausgabe um 19:00 Uhr auf Vizion Plus mit Aleksandër Furxhi der Wirtschaftsexperte Mateo Spaho zu Gast.
Herr Spaho listete die Auswirkungen dieser Maßnahme auf die Familienwirtschaft auf. Der Wirtschaftsexperte fügte hinzu, dass diese Nachricht positiv sei, da es zum ersten Mal zu einer Senkung des Strompreises komme.
Vollständiges Interview:
Welche Auswirkungen hat dieser Rückgang auf eine Familienwirtschaft?
Spaho: Ein Rückgang um 10,5 % bedeutet 700 bis 1.000 neue ALL. Das ist also die Auswirkung: 10.000 alte Lek pro Monat. Es sind gute, positive Nachrichten, die zum ersten Mal die Taschen der Albaner entlasten. Es zeigt sich auch, dass dies zum Teil eine Folge der Senkung der internationalen Strompreise ist und dass Albanien in der Lage ist, mehr Strom zu produzieren. Im Allgemeinen positive Nachrichten, aber leider hätte die Einbeziehung der Wirtschaft sogar noch größere Auswirkungen auf die Wirtschaft gehabt, nicht nur auf das Familienbudget.
70-100 Euro Ersparnis für einen Haushalt. Welche Auswirkungen bzw. welches Gewicht hat diese Maßnahme auf die Volkswirtschaft?
Spaho: 30 Millionen Euro pro Jahr. Dabei handelt es sich um eine relativ kleine Hilfe, denn 1 % des Bruttoinlandsprodukts entspricht 200 Millionen Euro. 30 Millionen Euro fallen auf 0,15 %. Tatsächlich ist es relativ wenig, aber es stimmt, dass wir zum ersten Mal von einer Senkung des Strompreises sprechen. Albanien hatte im Vergleich zu den Ländern der Region und dem europäischen Kontinent einen hohen Strompreis. Diese Reduzierung bringt uns zum durchschnittlichen internationalen Preis.
Rama sprach heute über die völlige Energieunabhängigkeit Albaniens. Stehen Wirtschaft und Stromproduktion in direktem Zusammenhang?
Spaho: Ja, sie hängen zusammen, denn zwei Elemente sind grundlegend für eine tendenziell stabile Wirtschaft. Die Grundlagen sind also einerseits die Energie und andererseits die Infrastruktursituation. Wenn diese beiden miteinander verknüpft werden, können wir eine Wirtschaft aufbauen, das sind die Grundlagen. In den letzten 20 Jahren ist es Albanien gelungen, Stützpunkte zu schaffen, die immer stabiler erscheinen. Ende 2023, wo uns ein offizieller Bericht von ERE vorliegt, produziert Albanien etwa 65 % mehr Strom im Vergleich zu 2008. /vizionplus.tv
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