Im jüngsten Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF), der im World Economic Outlook veröffentlicht wurde, wird Albanien als eine der Volkswirtschaften der Region angesehen, die eine nachhaltige Wachstumsrate aufrechterhält und deutliche Verbesserungen bei der Staatsverschuldung, dem Arbeitsmarkt und der makroökonomischen Stabilität aufweist.
Nachhaltiges Wirtschaftswachstum
Nach Angaben des IWF wird die albanische Wirtschaft im Jahr 2025 voraussichtlich um etwa 3,4 % wachsen.
Das Wachstum basiert hauptsächlich auf der Ausweitung des Tourismus, des Baugewerbes und der Dienstleistungen sowie auf öffentlichen Investitionen mit Schwerpunkt auf erneuerbarer Infrastruktur und Energie.
Der IWF weist darauf hin, dass eine sorgfältige Finanzpolitik und ein diszipliniertes öffentliches Finanzmanagement Raum für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks geschaffen haben.
Rückläufige Staatsverschuldung
Einer der positivsten Punkte des Berichts ist der Abbau der Staatsverschuldung.
Den IWF-Daten zufolge ist die Gesamtverschuldung Albaniens auf dem Höhepunkt nach dem Meilenstein deutlich um etwa 66 % des BIP gesunken, auf etwa 56 % im Jahr 2024, und es wird erwartet, dass sie bis 2029 weiter auf 50 % sinken wird.
Dieser Fortschritt spiegelt den Erfolg der Steuerreformen, der Verbesserung der Einkommensverwaltung und der sorgfältigen Kontrolle der öffentlichen Ausgaben wider.
Der IWF wertet diese Tendenz als „einen Hinweis auf die Glaubwürdigkeit der albanischen Wirtschaftspolitik und das Engagement für Finanzstabilität“.
Arbeitslosigkeit im Rückgang
Ein weiteres positives Signal kommt vom Arbeitsmarkt.
Der IWF stellt fest, dass die Arbeitslosigkeit in Albanien im Jahr 2025 auf etwa 8,5 % gesunken ist, nachdem in den letzten drei Jahren ein stetiger Rückgang zu verzeichnen war.
Auch die Jugendarbeitslosigkeit hat sich verbessert, während die Beschäftigung im Privatsektor und im Dienstleistungssektor ein stetiges Wachstum verzeichnet.
In dem Bericht heißt es, dass „der Anstieg der Beschäftigung und der Reallöhne den Binnenkonsum verbessert und dazu beiträgt, ein positives Geschäftsklima aufrechtzuerhalten“.
Der IWF würdigt auch die Verbesserung des Investitionsklimas und die Fortschritte Albaniens im europäischen Integrationsprozess als Faktoren, die die langfristige wirtschaftliche Stabilität unterstützen.
Dem Bericht zufolge „profitiert Albanien von institutionellen Konsolidierungs- und Reformbemühungen, die das Geschäftsklima und die Steuertransparenz verbessern.“
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