Der Immobilienmarkt gehört aufgrund zahlreicher Investitionen und des kontinuierlichen Preisanstiegs, insbesondere nach der Pandemie, zu den Sektoren mit der größten Entwicklung im Land. Investitionen und Innovationen im Immobiliensektor, insbesondere in der Hauptstadt, haben dank der rasanten Stadtentwicklung und des zunehmenden Tourismus einen Aufschwung erlebt. Dies hat zunehmend die Aufmerksamkeit ausländischer Investoren auf sich gezogen, die den albanischen Markt als vielversprechende Chance für langfristige Gewinne sehen.
Laut einem der größten europäischen Verkaufsportale „Your Overseas Home“ gehört Albanien zu den günstigsten Ländern für Immobilieninvestitionen. Die Studie analysierte die Märkte europäischer Hauptstädte und kam zu dem Schluss, dass Immobilien in Osteuropa im Vergleich zu denen in West- und Mitteleuropa ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Die Liste der zehn wertvollsten Hauptstädte für den Kauf einer Immobilie umfasst Pristina, Eriwan, Sofia, Zagreb, Podgorica, Tirana, Skopje, Baku und Sarajevo und positioniert die Region als attraktive Alternative für Investoren.
Unterdessen erlebt der Immobilienmarkt in Europa laut dem Property Index-Bericht von Deloitte eine neue Wachstumswelle. Spitzenreiter ist Polen mit dem größten Anstieg der Preise für Neubauimmobilien, 19,3 % zwischen 2023 und 2024, angetrieben durch ein staatliches Subventionsprogramm, das die Nachfrage deutlich ankurbelte.
In diesem Panorama liegt Albanien direkt hinter Polen, mit einem Anstieg der durchschnittlichen Preise für Neubauwohnungen um 16,6 %. Es folgen Bosnien-Herzegowina und Israel (+12,7 %), Ungarn (+11,9 %), Kroatien und Rumänien (+11,5 %), sowie Italien (+11,2 %) und Griechenland (+10,2 %). Diese Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend in der Region, der eng mit der starken Nachfrage und den Infrastrukturentwicklungen zusammenhängt.
Unter den Städten mit dem größten Preisanstieg ragen Krakau (+28,1 %) und Jerusalem (+25,2 %) heraus, während Tirana und Vlora mit einem Anstieg von jeweils 25 % direkt dahinter folgen. Das hohe Interesse einheimischer und ausländischer Käufer, insbesondere an Vlora, hat aufgrund wichtiger Entwicklungen im Tourismus und Infrastrukturinvestitionen wie dem internationalen Flughafen Vlora, der Umgehungsstraße und dem Llogara-Tunnel erheblich zugenommen.
Laut der Umfrage der Bank von Albanien für das zweite Halbjahr 2024 werden etwa 50 % der Immobilienkäufe durch Hypothekendarlehen finanziert, die bis zu 60 % des Immobilienwerts abdecken.
Die durchschnittliche Zeit bis zum Verkauf eines Hauses beträgt landesweit 9,3 Monate, verglichen mit 10,5 Monaten zuvor. In Tirana hat sich dieser Zeitraum deutlich auf 7,1 Monate verkürzt, was den Anstieg der aktiven Nachfrage zeigt.
Auch das Interesse ausländischer Käufer nimmt zu, 18 % der Verkäufe im zweiten Halbjahr 2024 entfallen auf Nichtansässige, hauptsächlich Bürger der Europäischen Union. Dies hatte direkte Auswirkungen auf die Aufrechterhaltung einer hohen Nachfrage und steigende Preise.
Zusammenfassend zeigen die Daten, dass Albanien zu den erschwinglichsten Ländern gehört, aber auch zu den vielversprechendsten für ausländische Investoren, obwohl die Preise gestiegen sind. Neben den weiterhin wettbewerbsfähigen Preisen für Europa wird das Land erheblich vom Integrationsprozess in die Europäische Union profitieren, der den Marktwert steigern und eine nachhaltige Entwicklung im Immobiliensektor fördern soll.
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