Beqir Boja sagt heute im Gerichtsverfahren aus, in dem der Angeklagte Plarent Dervishaj ist, der wegen der Ermordung des ehemaligen Staatsanwalts und heutigen Abgeordneten Arjan Ndoja angeklagt ist.
Die Journalistin von Vizion Plus, Blerina Cene, erfährt, dass Boja auf eine Frage des Staatsanwalts Adnan Xholi sagte: „Im Jahr 2019 lebte ich in Kamëz. Ich war als Ratsvorsitzender in Zall Herr angestellt, während ich gleichzeitig auch bei der Blutsöhnungskommission tätig war. Asllan Rraja bat mich, mit Andi Malokus Familie zu vermitteln Mord an dem Jungen von Genc Maloku. Nach dem religiösen Glauben haben wir im Koran „sein“ getan.
Er fügte hinzu, dass er Agim Malok, den Onkel von Genc Malok, kenne und dass bei dem Versöhnungstreffen mehrere andere Familienmitglieder anwesend gewesen seien, darunter Haxhi Murat und Gjon Shullan.
„Sie respektierten uns und behielten uns dort. Dann kam auch Genci. Ich sagte ihm, dass Asllan Rrajas Familie uns geschickt habe, und wir baten sie, sich nicht zu beeilen. Wenn wir uns an ihnen gerächt hätten, würden wir es abbezahlen. Gemäß den Blutsversöhnungsverfahren haben wir um drei Monate Zeit gebeten.“ Boja sagte aus.
Ihm zufolge war Genc Maloku während des Treffens sehr bewegt und hatte nur um Gerechtigkeit gebeten: „Der Typ sagte: ‚Ich möchte wissen, wer meinen unschuldigen Sohn auf der Straße getötet hat‘. Wir sagten ihm, er solle die Waffe stoppen und auf Gerechtigkeit warten. Er brach in Tränen aus und sagte, er werde niemandem folgen, er werde auf Gerechtigkeit warten.“
Beqir Boja gab an, dass nach diesem Treffen keine Kommunikation mehr mit der Familie Maloku stattgefunden habe und dass er keine Kenntnis davon habe, wer die Täter des Vorfalls seien.
„Ich habe keine Verbindung zu den Autoren. Was weiß ich, ich habe es nur aus dem Fernsehen gehört“, er schloss.
In seiner Aussage fügte Boja hinzu, dass die Familie des Opfers nach den Regeln der Blutsversöhnung nach drei Monaten das Recht hätte, sich zu rächen, wenn keine Gerechtigkeit käme.
/vizionplus.tv
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