Am Ende des dritten Quartals 2025 verzeichnete das Verhältnis der Staatsverschuldung zum Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Finanzministeriums einen leichten Rückgang und erreichte 53,45 % des BIP, verglichen mit 54,21 % Ende 2024.
Trotz dieses relativen Rückgangs ist der absolute Wert der Staatsverschuldung gestiegen und belief sich Ende September 2025 auf über 1.400 Milliarden ALL, verglichen mit 1.364,9 Milliarden ALL im Dezember 2024. Dieser Anstieg um etwa 36 Milliarden ALL oder 2,6 Prozent spiegelt die Auswirkungen neuer Auszahlungen wider, während ein höheres BIP-Wachstum zur Verbesserung der Schuldenquote beigetragen hat.
Die Daten zeigen, dass die Inlandsverschuldung 30,85 % des BIP ausmacht, während die Auslandsverschuldung 22,6 % beträgt, was eine ausgewogenere Kreditstruktur bestätigt.
Das Finanzministerium geht davon aus, dass der Rückgang des Schuldenstands im Verhältnis zum BIP auf eine allmähliche Verbesserung der Haushaltsstabilität hinweist, obwohl Schuldendienst und Refinanzierungsrisiko weiterhin Faktoren sind, die angesichts der hohen Zinssätze auf den internationalen Märkten sorgfältig überwacht werden müssen.
Das Verhältnis der gesamten Staatsverschuldung einschließlich garantierter Schulden zum BIP verzeichnete in den letzten zwei Jahren einen deutlichen Abwärtstrend.
Nach dem Höhepunkt während der Pandemie im Jahr 2020, als die Staatsverschuldung auf 73,9 % des BIP anstieg, begann sich die Höhe der Staatsverbindlichkeiten zu stabilisieren. Im Jahr 2021 blieb die Quote nahezu unverändert bei 74,1 %, um dann in eine deutliche Phase des Rückgangs einzutreten: 64,1 % im Jahr 2022, 57,6 % im Jahr 2023 und 54,2 % Ende 2024.
Laut dem Debt Statistical Bulletin für das dritte Quartal 2025 verbesserte sich die Quote weiter und sank auf 53,45 % des BIP, den niedrigsten Stand seit 2015. Dieser relative Rückgang im Verhältnis zum BIP ist jedoch nicht auf eine Verringerung der absoluten Verschuldung zurückzuführen, im Gegenteil, der Schuldenstand ist von 1.364,9 Milliarden ALL am Ende des letzten Jahres auf 1.400,7 Milliarden ALL gestiegen.
Der Anstieg des nominalen BIP und die Stärkung des Lek gegenüber den Hauptwährungen haben dazu beigetragen, dieses Verhältnis zu verbessern und die Schulden im Verhältnis zur Fähigkeit der Wirtschaft, sie zu bedienen, stabiler zu machen.
Die Schuldenstruktur zeigt, dass 30,85 % des BIP auf interne Schulden und 22,6 % auf externe Schulden entfallen, was auf eine Tendenz hin zu einem Anstieg des Anteils der Kreditaufnahme auf dem Inlandsmarkt hindeutet.
In makroökonomischer Hinsicht wird der Rückgang der Schuldenquote als positives Signal für die Haushaltsstabilität und die Fähigkeit der Regierung, die finanzielle Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten, interpretiert.
Join The Discussion