Veröffentlicht am 11. November 2025
Das Vereinigte Königreich hat eine neue Reisewarnung herausgegeben, in der sich Nigeria, die Türkei, Mexiko, Jordanien, Brasilien, Saudi-Arabien und Burkina Faso in die wachsende Liste der Länder einreihen, die mit erheblichen Sicherheitsrisiken und Visaverzögerungen konfrontiert sind. In der Empfehlung werden zunehmende Bedrohungen durch Terrorismus, Gewaltverbrechen und politische Instabilität sowie Komplikationen im Zusammenhang mit der Visumerteilung hervorgehoben, die die Reisepläne weiter stören könnten. Britische Staatsangehörige werden dringend gebeten, Reisen in diese Regionen aufgrund der erhöhten Risiken und bürokratischen Hürden bei der Einreise sorgfältig zu überdenken oder zu verschieben.
Der Britisches Außen-, Commonwealth- und Entwicklungsbüro (FCDO) hat kürzlich neue Reisewarnungen für mehrere Länder herausgegeben und dabei auf eskalierende Sicherheitsrisiken, terroristische Bedrohungen und Komplikationen bei der Visapolitik hingewiesen. Aufgrund dieser erhöhten Bedenken wurden Nigeria, die Türkei, Mexiko, Jordanien, Brasilien, Saudi-Arabien und Burkina Faso gemeldet. Britischen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, Reisen in diese Gebiete noch einmal zu überdenken oder extreme Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, wenn sie sich für einen Besuch entscheiden. Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Analyse der aktuellen FCDO-Reisewarnungen für jedes dieser Länder, in der die Gründe für die Reisewarnungen hervorgehoben werden.
Nigeria: Verschlechterung der Sicherheit und terroristische Bedrohungen führen zu Reisehinweisen für Großbritannien
Die Sicherheitslage in Nigeria verschlechtert sich weiter, weshalb das FCDO von allen Reisen in mehrere Teile des Landes abrät. Terrorgruppen, darunter Boko Haram und der Islamische Staat Westafrika (ISWA), stellen nach wie vor eine erhebliche Bedrohung dar, insbesondere in den nördlichen und nordöstlichen Regionen des Landes. Gebiete wie die Bundesstaaten Borno, Yobe, Adamawa und Gombe gelten als Hochrisikogebiete, in denen sowohl Einheimische als auch Ausländer häufig angegriffen werden. Neben terroristischen Aktivitäten gibt es auch Bedenken hinsichtlich Gewaltverbrechen, darunter Entführungen, Raubüberfälle und Zusammenstöße zwischen verschiedenen Fraktionen.
- Terrorismusrisiko: Boko Haram und ISWA waren in den letzten Jahren für zahlreiche Angriffe auf Zivilisten sowohl in ländlichen als auch städtischen Gebieten verantwortlich. Diese Gruppen waren in Staaten wie Borno, Yobe und Adamawa aktiv, wobei wahllose Bombenanschläge und Hinterhalte an der Tagesordnung waren.
- Entführung und Gewaltverbrechen: Ausländische Staatsangehörige sind besonders anfällig für Entführungen, um Lösegeld zu erpressen. Entführungen wurden aus Bundesstaaten wie Borno, Katsina und Kebbi gemeldet. Straßenfahrten außerhalb von Großstädten gelten aufgrund bewaffneter Raubüberfälle und Autodiebstähle als gefährlich.
- Politische Unruhen: Auch das politische Klima in Nigeria ist instabil, es kommt zu öffentlichen Protesten, Demonstrationen und gelegentlichen gewalttätigen Auseinandersetzungen. Diese Situation verschärft sich in Wahlperioden oder anderen Momenten erhöhter öffentlicher Spannung.
Für diejenigen, die eine Reise nach Nigeria planen, empfiehlt das FCDO dringend, die lokalen Nachrichten zu prüfen, Hochrisikogebiete zu meiden und den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen.
Türkei: Risiken entlang der syrischen Grenze und wachsende terroristische Aktivitäten
Die Nähe der Türkei zu Konfliktregionen, insbesondere zu Syrien, stellt weiterhin eine erhebliche Bedrohung für Ausländer dar. Das FCDO rät von allen Reisen im Umkreis von 10 km um die türkisch-syrische Grenze ab, wo militärische Operationen und terroristische Aktivitäten an der Tagesordnung sind. Darüber hinaus hat der anhaltende Konflikt im benachbarten Syrien mehrfach auf die Türkei übergegriffen und zu sporadischer Gewalt in Grenzstädten geführt.
- Terroristische Bedrohungen: Terrororganisationen, darunter der Islamische Staat (ISIS) und kurdische Separatistengruppen, stellen in der Türkei weiterhin eine Bedrohung dar. Diese Gruppen haben es wahrscheinlich auf Regierungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur und überfüllte öffentliche Plätze abgesehen.
- Proteste und Unruhen: Auch in der Türkei kommt es sporadisch zu Protesten und Demonstrationen, oft im Zusammenhang mit politischen oder sozialen Themen. Während die meisten Proteste friedlich verlaufen, können sie schnell in Gewalt eskalieren, wobei die Gefahr von Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften besteht.
Reisenden in die Türkei wird empfohlen, sich von der syrischen Grenze fernzuhalten und die Teilnahme an Demonstrationen oder Protesten zu vermeiden.
Mexiko: Kriminalität und politische Gewalt lösen Reisehinweise für Großbritannien aus
Mexiko bleibt ein beliebtes Reiseziel für Touristen, doch das FCDO hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Landes geäußert, da insbesondere in bestimmten Regionen ein hohes Maß an Gewaltkriminalität vorliegt. Die anhaltende Gewalt des Drogenkartells hat in Verbindung mit weit verbreiteten politischen Unruhen mehrere Bundesstaaten Mexikos zu einer Gefahr für Touristen gemacht.
- Gewaltverbrechen: Drogenkartelle sind für ein erhebliches Maß an Gewalt in Mexiko verantwortlich, wobei es häufig zu Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Banden im öffentlichen Raum kommt. Touristen wurden Opfer von Gewalt, einschließlich bewaffneter Raubüberfälle und Entführungen, insbesondere in Gebieten wie Guerrero, Sinaloa und Tamaulipas.
- Politische Gewalt: Auch die politische Lage in Mexiko kann unbeständig sein, wobei Proteste und Demonstrationen oft gewalttätig werden. In Städten wie Mexiko-Stadt können Unruhen im Zusammenhang mit der Regierungspolitik und öffentlichen Dienstleistungen manchmal außer Kontrolle geraten.
Das FCDO rät britischen Staatsangehörigen, Vorsicht walten zu lassen, insbesondere bei Reisen in Staaten mit hoher Kriminalitätsrate, und politische Demonstrationen zu meiden.
Jordanien: Regionale Spannungen und Sicherheitsbedenken
Aufgrund seiner geopolitischen Lage im Nahen Osten ist Jordanien anfällig für die Auswirkungen regionaler Konflikte. Das FCDO hat aufgrund der Gefahr eines grenzüberschreitenden Konflikts von allen Reisen im Umkreis von 3 km um die jordanisch-syrische Grenze abgeraten. Darüber hinaus haben die Spannungen zwischen Israel und den umliegenden Ländern, einschließlich Iran, die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Instabilität in der Region erhöht.
- Konflikt-Spillover: Der syrische Bürgerkrieg und der Konflikt zwischen Israel und der Hamas haben die Sicherheit Jordaniens erheblich beeinträchtigt. Die britische Regierung warnt vor den Risiken, die mit der Möglichkeit eines Übergreifens von Gewalt aus benachbarten Konfliktgebieten verbunden sind.
- Politische Unruhen: Obwohl Jordanien selbst weitgehend stabil bleibt, kam es bei Protesten im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt und anderen regionalen Problemen gelegentlich zu Gewalt. Das FCDO empfiehlt, Demonstrationen zu vermeiden und über die politische Lage informiert zu bleiben.
Allen, die eine Reise nach Jordanien in Betracht ziehen, wird empfohlen, die Gebiete nahe der syrischen Grenze zu meiden und sich über die regionalen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.
Brasilien: Eskalierende Terrorrisiken und Unruhen
Brasilien steht wie viele andere Länder vor großen Herausforderungen in Bezug auf Kriminalität und Unruhen. Das FCDO hat eine Reisewarnung herausgegeben und warnt vor dem hohen Risiko von Terrorismus und politischer Gewalt in Großstädten. Ausländische Staatsangehörige wurden sowohl von der organisierten Kriminalität als auch von willkürlichen Gewalttaten ins Visier genommen.
- Terroristische Bedrohungen: Es besteht zunehmende Besorgnis über terroristische Aktivitäten in Brasilien, insbesondere in Städten wie Rio de Janeiro und São Paulo. Angriffe auf öffentliche Räume wie Einkaufszentren, öffentliche Verkehrsknotenpunkte und Regierungsgebäude sind wahrscheinlich.
- Proteste und Streiks: Politische Demonstrationen sind in Brasilien an der Tagesordnung und obwohl sie in der Regel friedlich verlaufen, besteht die Gefahr, dass sie zu Gewalt eskalieren. Das FCDO rät britischen Staatsangehörigen, Proteste und große Versammlungen, insbesondere in städtischen Zentren, zu vermeiden.
- Verbrechen und Entführung: Brasilien kämpft weiterhin mit einem hohen Maß an Gewaltkriminalität, insbesondere in städtischen Slums, den sogenannten Favelas. Ausländische Staatsangehörige sind der Gefahr von Raubüberfällen, Entführungen und gewalttätigen Angriffen ausgesetzt. Das FCDO rät von Reisen in Favelas oder der Teilnahme an Favela-Touren ab.
Reisende nach Brasilien werden dringend gebeten, insbesondere in Großstädten wachsam zu bleiben und Risikogebiete wie Favelas und Protestzonen zu meiden.
Saudi-Arabien: Regionale Instabilität und terroristische Bedrohungen
Saudi-Arabiens anhaltende Beteiligung an den Konflikten im Nahen Osten hat es zum Ziel terroristischer Gruppen gemacht. Das FCDO warnt vor allen Reisen im Umkreis von 10 km um die Grenze zum Jemen und mahnt in anderen Teilen des Landes zur Vorsicht, da es dort zu Terroranschlägen und Gewalt im Zusammenhang mit regionalen Konflikten kommen kann.
- Terrorismusrisiken: Terrororganisationen, darunter ISIS und Al-Qaida, haben Saudi-Arabien bereits zuvor ins Visier genommen. Angriffe könnten wahllos erfolgen und öffentliche Räume wie Einkaufszentren, Hotels und religiöse Stätten gelten als hochriskant.
- Politische Unruhen: Während in Saudi-Arabien im Allgemeinen politische Stabilität herrscht, bestehen Risiken im Zusammenhang mit den umfassenderen geopolitischen Spannungen in der Region, insbesondere im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt im Jemen und den umfassenderen Feindseligkeiten im Nahen Osten.
Das FCDO empfiehlt, die Grenzgebiete zum Jemen zu meiden und in städtischen Zentren Vorsicht walten zu lassen, insbesondere in Zeiten erhöhter Spannungen.
Burkina Faso: Terroristische Aktivitäten und politische Instabilität
Burkina Faso befindet sich derzeit mitten in einer politischen Krise, in der das Land von weit verbreiteten terroristischen Aktivitäten und Unruhen heimgesucht wird. Das FCDO rät von allen Reisen nach Burkina Faso ab, insbesondere in Gebiete, in denen terroristische Gruppen aktiv sind.
- Terroristische Bedrohungen: Gruppen wie Al-Qaida und ISIS sind in Burkina Faso tätig und haben Bombenanschläge und gezielte Angriffe verübt. Besonders schlimm ist die Lage im Norden und Osten des Landes.
- Politische Unruhe und Instabilität: Im Land kam es häufig zu Staatsstreichen und politischer Gewalt, was in vielen Bereichen zu einem Zusammenbruch von Recht und Ordnung führte. Das FCDO warnt davor, dass es für Ausländer im Falle weiterer Gewalt oder Unruhen schwierig sein könnte, das Land sicher zu verlassen.
Britischen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, jegliche Reisen nach Burkina Faso zu vermeiden und sich über alle wesentlichen Änderungen der Sicherheitslage auf dem Laufenden zu halten.
Da sich die globalen Sicherheitsrisiken ständig weiterentwickeln, spielen die Reisehinweise des FCDO eine wesentliche Rolle dabei, britischen Staatsangehörigen dabei zu helfen, fundierte Entscheidungen über ihre Reisepläne zu treffen. Obwohl viele dieser Länder nach wie vor beliebte Touristenziele sind, dürfen die mit Terrorismus, Unruhen und Gewaltkriminalität verbundenen Risiken nicht ignoriert werden.
Das Vereinigte Königreich hat eine neue Reisewarnung herausgegeben, in der Nigeria, die Türkei, Mexiko, Jordanien, Brasilien, Saudi-Arabien und Burkina Faso aufgrund zunehmender Sicherheitsbedrohungen und anhaltender Verzögerungen bei der Visabearbeitung zur Vorsicht aufgefordert werden. Diese Länder sind mit zunehmenden Risiken durch Terrorismus, Gewaltverbrechen und politischer Instabilität konfrontiert, die durch Komplikationen bei Reisedokumenten und Einreisebestimmungen noch verstärkt werden.
Reisende sollten bei Reisen in Regionen mit erheblichen Bedrohungen stets der Sicherheit Priorität einräumen, sich informieren und die offiziellen Ratschläge befolgen. Darüber hinaus ist es für alle, die in Hochrisikogebiete reisen, von entscheidender Bedeutung, eine ordnungsgemäße Reiseversicherung sicherzustellen, die Notfälle und unerwartete Störungen abdeckt.

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