Mindestens drei Menschen seien getötet und Dutzende verletzt worden, nachdem Russland die Ukraine mit 36 Raketen und fast 600 Drohnen angegriffen habe, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am 29. November.
Die Hauptziele der nächtlichen Angriffe seien Energieinfrastruktur und zivile Einrichtungen gewesen, sagte der ukrainische Staatschef.
Selenskyj sprach außerdem von umfangreichen Schäden und Bränden in Wohngebäuden in und um Kiew und wiederholte die Forderung an die Verbündeten der Ukraine, ihre Luftverteidigung zu stärken.
„Wir müssen daran arbeiten, keinen Tag zu verpassen, um sicherzustellen, dass es genügend Raketen für unsere Luftverteidigungssysteme gibt und dass alles Notwendige für unsere Verteidigung und den Druck auf Russland vorhanden ist“, schrieb Selenskyj in X.
Er forderte die Europäische Union erneut dazu auf, eingefrorene milliardenschwere russische Vermögenswerte in Belgien einzusetzen, wenn Moskau die Angriffe nicht stoppt.
Selenskyj betonte zudem, dass Gespräche mit allen Partnern notwendig seien, um den Krieg zu beenden. Die Ukraine führt derzeit Gespräche mit den USA und europäischen Ländern, um ein Friedensabkommen mit Russland zu erzielen.
Auch US-Vertreter werden voraussichtlich in der ersten Hälfte der nächsten Woche in Moskau sein, um über einen von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Plan zu verhandeln.
Das Dokument enthielt ursprünglich 28 Punkte. Nach den Gesprächen in Genf sind in dem Dokument Vorschläge der Ukraine und der EU enthalten, die nach Angaben des Kremls auch Russland zur Prüfung vorgelegt wurden.
Unterdessen seien bei nächtlichen russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mindestens zwei Menschen getötet und 29 weitere verletzt worden, teilte das Innenministerium am Samstag mit.
Anfang dieser Woche starben bei ähnlichen Angriffen über Nacht sieben Menschen, sagte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko.
Das ukrainische Energieministerium bezeichnete die jüngsten Angriffe als einen „großen kombinierten Angriff“ auf die Energieinfrastruktur des Landes. Nach offiziellen Angaben sind derzeit 500.000 Menschen in der ukrainischen Hauptstadt ohne Strom.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums seien neben der Energieinfrastruktur auch Waffenfabriken angegriffen worden. Ihrer Meinung nach handelte es sich dabei um Reaktionen auf ukrainische Angriffe auf russische Ziele.
Nach Angaben des Ministeriums hat die russische Luftverteidigung innerhalb von 24 Stunden 158 ukrainische Drohnen abgeschossen. Angaben zum entstandenen Schaden machte das russische Ministerium wie üblich nicht.
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