Der Internationale Währungsfonds hat veröffentlicht Bericht für Albanien im Anschluss an die Mission im November, bei der er schätzt, dass unser Land weiterhin eine der höchsten Wirtschaftswachstumsraten in Europa aufweist, die hauptsächlich vom Tourismus und dem privaten Konsum getragen wird.
Laut IWF-Bericht verzeichnete die albanische Wirtschaft auch nach der Pandemie eine starke Entwicklung mit einem durchschnittlichen Wachstum von 4,3 %, während für 2025 ein Anstieg von 3,5 % und 3,6 % und für 2026 ein Anstieg von 3,6 % prognostiziert wird.
Tourismus bleibt eine der Hauptsäulen der Wirtschaft und sorgt für eine stabile Stütze der Wirtschaftsproduktion, auch wenn mit einer allmählichen Abschwächung der Wachstumsraten zu rechnen ist.
„Albanien hat in den letzten Jahren ein starkes reales BIP-Wachstum erzielt, das durch Baudienstleistungen und Tourismus vorangetrieben wurde. Die Produktionslücke wird als positiv eingeschätzt, während Wirtschaftsindikatoren und Verbrauchervertrauen auf oder über historischen Durchschnittswerten liegen.““, heißt es in dem Bericht.
Inflation wird auf einem niedrigen und stabilen Niveau geschätzt, wobei die Prognose für einen schrittweisen Anstieg von 2,2 % im Jahr 2025 in Richtung des Ziels von 3 % im zweiten Halbjahr 2026 unter dem Einfluss der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt und des Lohnwachstums prognostiziert wird.
„Es wird erwartet, dass die Gesamtinflation schrittweise von 2,2 % im Jahr 2025 auf ein Ziel von 3 % im zweiten Halbjahr 2026 ansteigt, vor dem Hintergrund eines angespannten Arbeitsmarkts und steigender Löhne. Das Leistungsbilanzdefizit wird 2025 voraussichtlich 2,8 % des BIP betragen und sich mittelfristig aufgrund steigender verfügbarer Einkommen und öffentlicher Investitionsausgaben, die Importe fördern, voraussichtlich schrittweise auf rund 3,5 % des BIP ausweiten.“liest den Bericht.
In der Zwischenzeit, Staatsverschuldung Dank der Haushaltsdisziplin ist der Wechselkurs zurückgegangen, während die Devisenreserven nach wie vor stark sind, was die Außenposition des Landes erheblich verbessert.
„Die Haushaltsdisziplin hat zu einer deutlichen Reduzierung der Staatsverschuldung geführt, während eine proaktive Geldpolitik dazu beigetragen hat, die Inflation unter das Ziel zu senken. Gleichzeitig sind die externen Ungleichgewichte erheblich geschrumpft und die Devisenreserven sind hoch, wodurch Albaniens externe Position über dem Niveau liegt, das durch fundamentale Faktoren gerechtfertigt ist. In diesem Zusammenhang treibt die Regierung mutige Reformen voran, um die EU-Mitgliedschaft bis 2030 zu sichern.“ fährt mit dem Bericht fort.
Der Bericht betont jedoch, dass die Aufrechterhaltung der makroökonomischen Stabilität die Fortsetzung interner Reformen erfordert, insbesondere zur Erhöhung der Haushaltseinnahmen, zur Stärkung der Steuerverwaltung und zur Verbesserung der Qualität der öffentlichen Ausgaben.
Hinsichtlich dem FinanzsektorDer IWF beurteilt das albanische Bankensystem als stabil, gut kapitalisiert und profitabel, warnt jedoch vor Risiken: „Im Finanzsektor scheint das Bankensystem stabil, gut kapitalisiert und profitabel zu sein, aber die Risiken einer schnellen Kreditvergabe, insbesondere im Immobilienbereich, bleiben bestehen. Der IWF empfiehlt die Stärkung makroprudenzieller Instrumente, einschließlich der Möglichkeit, einen antizyklischen Kapitalpuffer mit einem neutralen positiven Niveau einzurichten, um die Stabilität der Banken gegenüber möglichen Schocks zu verbessern.“
Der Bericht stellt außerdem fest, dass das externe Umfeld mit geopolitischen Spannungen, Handelsmaßnahmen und Instabilität auf den globalen Finanzmärkten weiterhin unsicherer bleibt, was sich auf die Auslandsnachfrage nach Albanien auswirken könnte. Im Inland stellt der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter mittelfristig eine Herausforderung für den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum dar.
Aber… beschleunigt die Reformen!
Abschließend beurteilt der IWF die kurzfristige Perspektive für Albanien weiterhin als positiv, betont jedoch, dass das Land Strukturreformen in den Bereichen Humankapital, Arbeitsmarkt, Regierungsführung und Korruptionsbekämpfung beschleunigen muss, um ein nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten und das Einkommen näher an den EU-Durchschnitt zu bringen.
„Rechtzeitige inländische Reformen sind für die Aufrechterhaltung der makroökonomischen Stabilität und das Schließen von Reformlücken gegenüber der EU von entscheidender Bedeutung. Dieser Prozess erfordert die Aufrechterhaltung von Steuerreserven durch nachhaltige Einnahmenmobilisierung, die Wahrung der Preis- und Finanzstabilität durch eine flexible Geldpolitik und eine weitere Verbesserung der Aufsichtsinstrumente sowie die Förderung umfassender Reformen im Humankapital, am Arbeitsmarkt und in der Regierungsführung.“heißt es in dem Bericht.
IN BENACHRICHTIGUNG In einer dem Bericht beigefügten Pressemitteilung erklärt der IWF, dass umfassende Reformen erforderlich seien, um die Produktivität wiederzubeleben und die Einkommenskonvergenz mit der EU zu fördern.
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