Albanien steht vor einer der größten demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen.
Laut der neuesten INSTAT-Studie 2025 leben etwa 2,25 Millionen Albaner im Ausland, das sind 49 % der albanischen Staatsbürger. Noch besorgniserregender ist die Tatsache, dass 77 % von ihnen im erwerbsfähigen Alter sind, was zu einem gravierenden Arbeitskräftemangel im Land führt.
Die wichtigsten Auswanderungsziele bleiben Italien und Griechenland, gefolgt von Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Frankreich. Die Auswanderung erfolgt hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen, wobei 70 % auf der Suche nach Arbeit abwandern, der Rest aus familiären oder studienbezogenen Gründen.
„Heute ist fast das gesamte erwerbsfähige Alter im Ausland. Das macht die Wirtschaft fragil, weil das Humankapital fehlt, das Entwicklung hervorbringt.“
Auch finanzielle Vorteile ergeben sich aus der Auswanderung.
Einwanderer verdienen im Durchschnitt 2,5-mal mehr als vor ihrer Ausreise und etwa die Hälfte von ihnen überweist Geld nach Albanien. Aber auch wenn die Überweisungen zugenommen haben, werden sie hauptsächlich für Konsum und Grundversorgung verwendet.
„Die Wirtschaft ist von Rücküberweisungen abhängig geworden. Ohne eine Politik, die die Diaspora auf Investitionen ausrichtet, insbesondere in Produktion und Landwirtschaft, können wir keine nachhaltige Entwicklung erreichen.“
Experten warnen, dass Auswanderung auch ein soziales Problem sei, während neue Generationen und internationale Krisen zu einem Rückgang der Überweisungen führen und die wirtschaftliche Unsicherheit erhöhen könnten./ Tv Klan
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