Der Brand, der am Silvesterabend in der Bar „Le Constellation“ im Luxus-Skiresort Crans-Montana in der Schweiz ausbrach, hat eine schwere Tragödie verursacht. Bisher wurden mindestens 47 Opfer und 115 Verletzte gemeldet, unter den Betroffenen sind auch viele ausländische Staatsbürger, darunter Italiener, von denen einige noch immer vermisst werden. Bei den meisten Verletzten handelt es sich um junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren. Die Schweizer Behörden haben eine fünftägige Staatstrauer ausgerufen.
Der Präsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Guy Parmelin, bezeichnete das Ereignis als eine der schlimmsten Tragödien in der Geschichte des Landes. Zusammen mit hochrangigen Vertretern des Kantons Wallis besuchte er Crans-Montana und brachte die Solidarität der Regierung mit den Familien der Opfer und Vermissten zum Ausdruck. Parmelin erklärte, die Schweiz werde alles tun, um die Ursachen des Ereignisses zu klären und eine Wiederholung zu verhindern.
Der Präsident betonte, dass viele der Opfer jung seien und dankte den Nachbarländern, darunter Italien, Frankreich und Deutschland, für die angebotene Unterstützung. Er lobte auch den Einsatz der Rettungsteams, die ihr Leben riskierten, um den Verletzten zu helfen.
Nach Angaben der örtlichen Behörden bleibt die Identifizierung der Opfer die Hauptpriorität, ein Prozess, der voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen wird, da es sich bei vielen von ihnen vermutlich um ausländische Staatsangehörige handelt. Dutzende Krankenwagen, Hubschrauber und über 150 Retter waren im Notfall im Einsatz, während die Verletzten in verschiedene Krankenhäuser im Land gebracht wurden.
Italien bestätigte seinerseits, dass sich 12 bis 15 italienische Staatsbürger in der Schweiz im Krankenhaus befinden, einige davon in ernstem Zustand, während 16 weitere vermisst werden. Einige der Verletzten werden zur Behandlung nach Italien überstellt.
Die Vorermittlungen sprechen von einem Phänomen namens „Flashover“, bei dem sich der Brand sehr schnell auf die gesamte Umgebung ausbreitete. Die Möglichkeit einer vorsätzlichen Tat schlossen die Behörden aus. In der Zwischenzeit wurden die festlichen Aktivitäten im Resort abgesagt und die örtliche Gemeinde hat Blumen und Kondolenzbotschaften zum Gedenken an die Opfer niedergelegt.
/vizionplus.tv
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