Die CSU fordert die Rückkehr der meisten syrischen Flüchtlinge

Die CSU fordert die Rückkehr der meisten syrischen Flüchtlinge


In einem Dokument der CSU im Vorfeld einer Landesgruppensitzung am 6. Januar im oberbayerischen Seeon ist von einer „Rückkehroffensive“ die Rede, die „schnellstmöglich“ erfolgen müsse. Für die meisten Syrer mit befristeter Aufenthaltserlaubnis greife das Verteidigungsargument nach dem Ende des Bürgerkriegs nicht mehr, heißt es in dem Dokument. „Für diejenigen, die nicht freiwillig ausreisen, sollten die Abschiebungen so schnell wie möglich beginnen.“ Über das CSU-Dokument berichteten die deutsche Zeitung „Münchner Merkur“ und die dpa.

2026 solle das Jahr der Abschiebeoffensive werden, „mit geplanten Flügen auch nach Syrien und Afghanistan“. Zu diesem Zweck sollen bundesweit Rückführungszentren sowie ein eigener Abschiebeterminal am Flughafen München eingerichtet werden. Auch gegenüber Flüchtlingen aus der Ukraine will die CSU härter vorgehen. „Darüber hinaus werden wir darauf bestehen, dass insbesondere ukrainische Männer im wehrfähigen Alter zur Verteidigung ihres Landes beitragen“, hieß es in dem Dokument, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten.

Ein weiterer Punkt im CSU-Dokument ist die Schwierigkeit der Kriterien für den Eintritt in das deutsche Sozialsystem. „Derzeit ist EU-Bürgern die Freizügigkeit innerhalb der Union auch bei einer wöchentlichen Mindestarbeitszeit von 5,5 Stunden gesetzlich garantiert. Wir wollen die Definition des Arbeitnehmerbegriffs im Sinne der EU-Freizügigkeitsrichtlinie einschränken“, heißt es in der Stellungnahme. Der Leiter der Regionalgruppe, Alexander Hoffmann, sagte dem „Merkur“, dass „Arbeitsmigration in Deutschland keine Armutsmigration sein dürfe“.

Das in den Medien veröffentlichte vorläufige Dokument enthält auch andere Punkte wie den Kampf gegen die Feinde der Demokratie. Es verlangt, dass öffentliche Forderungen nach der Errichtung eines islamischen Staates, des Kalifats, verurteilt werden müssen. „Forderungen zur Aufhebung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder ein antisemitisches Verbrechen sollten zur zwangsweisen Abschiebung des Betroffenen, zur Verweigerung einer Aufenthaltserlaubnis und bei Doppelstaatsbürgern zum Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit führen“, heißt es in dem CSU-Dokument./DW

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