Ein Gesetz für die Marke „Made in Albania“, Zertifizierung und Unternehmensförderung

Ein Gesetz für die Marke „Made in Albania“, Zertifizierung und Unternehmensförderung


Das Institut für Statistik bestätigte diese Woche die Handelsbilanz Albaniens, die sich im vergangenen Jahr weiter vergrößerte und die Kluft zwischen Importen und Exporten vertiefte. Die Daten zeigen, dass dieses Defizit 541 Milliarden ALL oder 5,2 Milliarden Euro erreichte.

Diese Lücke wurde durch den Rückgang der albanischen Exporte um 6 % noch verstärkt. INSTAT bestätigte, dass der Wert der Exporte 346 Milliarden ALL erreichte, mit einem stetigen Rückgang in den letzten drei Jahren.

Aber die Nummer zwei des Wirtschaftsministeriums, Enkelejd Musabelliu, sagte in einem Interview für die Sendung „E-ZONE“, dass sich die Struktur der albanischen Exporte verändere und sich von Produkten auf Dienstleistungen orientiere.

Die Struktur der Exporte verändert sich. Was wir sehen, ist, dass der Export von Produkten mit fast 15,2 % einen geringen Anteil an den Gesamtexporten ausmacht, während der Rest von 84,8 % auf Dienstleistungsexporte entfällt, wobei der Hauptzweig der Tourismus ist.– sagte Musabelliu.

Doch trotz der Zahlen ist der wertmäßige Rückgang der Produktexporte im Jahr 2025 ein Signal für eine noch stärkere Fokussierung der Regierungspolitik. Laut Musabelli soll im Vierjahresplan die Rolle der Wirtschaftsdiplomatie gestärkt werden mit dem Ziel, die albanische Produktion zu fördern.

Im Jahr 2026 werden wir ein Gesetz zur Schaffung der Marke „Made in Albania“ verabschieden. Für diese Marke gelten strenge Regeln für die Zertifizierung und die Standards, die sie zum Zweck des Exports erfüllen muss. Es ist sogar vorgesehen, dass durch die Zertifizierung auch Unterstützungsinitiativen für Unternehmen angeboten werden. Dieses Gesetz wird mit einer größeren Rolle der Wirtschaftsdiplomatie einhergehen.“– sagte Musabelliu in Vizion Plus.

Der Rückgang der albanischen Exporte hängt aber nicht nur mit der erheblichen Abwertung der europäischen Währung zusammen. Steigende Kosten, Arbeitskräftemangel, Unsicherheiten auf den Weltmärkten und die Konkurrenz durch den Online-Handel sind einige der Faktoren, die den Rückgang der inländischen Exporte beeinflussen.

/vizionplus.tv

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