Hashim Thaçi, der Mann, der vor 18 Jahren die Rede für den historischen Akt der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo hielt, steht heute vor den Sonderkammern des Kosovo in Den Haag (DhSK), um mit einer kraftvollen Rede den gerechten Krieg und die Opfer der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) zu verteidigen.
In diesem Moment von historischer Bedeutung wendet sich der ehemalige Präsident mit einer klaren Botschaft an die Jury, die internationale Meinung und das Volk des Kosovo über die Sache der Befreiung, den schmerzhaften Weg zur Staatsbürgerschaft und die Wahrheit über den Krieg, der das Schicksal des Landes für immer verändert hat.
In seiner Erklärung vor der Jury erinnerte Thaçi daran, dass er vom Regime von Slobodan Milosevic in Abwesenheit verfolgt und verurteilt wurde, weil ihm Gesetzesverstöße vorgeworfen wurden, die er als diskriminierend bezeichnete. Ihm zufolge hatte dasselbe Regime in Abwesenheit auch westliche Führer wie Bill Clinton, Madeleine Albright, Tony Blair, Gerhard Schröder, Jacques Chirac und Javier Solana verurteilt.
Thaçi betonte, dass die Entscheidung, im Frühjahr 1998 in den Kosovo zurückzukehren, eine persönliche und durch die Situation vor Ort motivierte Entscheidung gewesen sei.
Hashim Thaçi: Angesichts der Massaker an meinem Volk konnte ich nicht gleichgültig bleiben. Ich beschloss, in den Kosovo zurückzukehren. Das war meine persönliche Entscheidung. Ich konnte nicht zusehen, wie meine Familie und mein Volk der Vernichtung drohten. Ich habe getan, was jeder von Ihnen tun würde, wenn Ihr Volk das erleben würde, was mein Volk erleben würde. Darauf bin ich sehr stolz und bereue es nie
Laut Thaç hatte er während des Krieges weder Sicherheit für sein Leben noch für das Schicksal seiner Familie.
Hashm Thaçi: Ich bin nicht wegen Kontrolle und Macht zurückgekommen, sondern wegen Freiheit und Frieden. Milosevic begann den Krieg im Kosovo, während wir uns verteidigten. Nur die NATO konnte den Krieg beenden und es geschah. Mein einziger Gegner des Kosovo und der demokratischen Welt war Milosevic. Es ist schwer, diesen Vorwurf zu hören, besonders wenn ich während des Krieges nicht wusste, ob ich am Leben sein würde oder nicht.
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