Amerikanische Behörden haben einen 31-jährigen Verdächtigen der Schießerei beim jährlichen Abendessen der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses in Washington festgenommen. Nach Angaben von US-Beamten zielte er angeblich auf hochrangige Regierungsbeamte, darunter Präsident Donald Trump.
US-Generalstaatsanwalt Todd Blanche erklärte, der Verdächtige kooperiere nicht mit den Ermittlern. Es wird angenommen, dass er kurz vor dem Vorfall von Los Angeles nach Washington gereist ist.
Nach Angaben des Weißen Hauses handelte es sich bei dem Vorfall um einen schweren Angriffsversuch auf den Präsidenten und andere hochrangige Verwaltungsbeamte. Die Sprecherin des Weißen Hauses sagte, der Geheimdienst habe die Situation schnell neutralisiert, die Anwesenden evakuiert und das Gebiet gesichert.
Der Verdächtige wurde von den Behörden als 31-jähriger Mann aus der Gegend von Los Angeles identifiziert, der als Teilzeitlehrer arbeitete und einen akademischen Hintergrund in Ingenieurwesen und Informatik hatte. Ersten Ermittlungen zufolge hatte er in den vergangenen Jahren mehrere Waffen legal erworben, darunter ein Gewehr und eine Pistole.
Den Ermittlern zufolge gelang es ihm, in den Sicherheitsbereich des Hotels, in dem die Veranstaltung stattfand, einzudringen und Kontrollen zunächst zu umgehen. Er wurde noch vor Ort von den Sicherheitskräften angehalten und anschließend zur ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.
Die Bundesbehörden führen die Ermittlungen fort, um die vollständigen Motive des Angriffs zu ermitteln und festzustellen, ob er Komplizen hatte. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Verdächtigen schwere Strafen, darunter auch die Möglichkeit einer lebenslangen Haftstrafe.
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