Der Premierminister des Landes, Edi Rama, hielt eine Rede auf der Asian Leadership Conference in Seoul, in der er die Bedeutung der historischen Wahlen der Nationen und die unterschiedlichen Entwicklungspfade betonte.
Er betonte, dass Albanien auf dem Weg zur Europäischen Union einen tiefgreifenden Prozess der institutionellen und demokratischen Transformation durchlaufe, und bezeichnete dies als Beweis dafür, dass der Aufbau funktionierender Institutionen auch in Ländern mit großen historischen Herausforderungen möglich sei.
Er sagte, dass Albanien einst das „Nordkorea“ Europas war, sich heute aber auf einen anderen, wenn auch nicht einfachen Weg bewege.
Rama: Das erste Mal kam ich vor mehr als zwei Jahrzehnten in diese Stadt, als Bürgermeister von Tirana. Ich selbst kam aus einer Stadt, die verloren war und auf der Suche nach sich selbst, in einem Land, das gerade aus einer zerbrochenen Welt hervorging. Was ich damals sah, war außergewöhnlich, aber was ich heute sehe, ist etwas Berührendes. Korea ist der Beweis dafür, dass Geschichte wichtig ist, aber die Geschichte allein kann nicht über das Schicksal entscheiden. Das Schicksal einer Nation wird nicht nur dadurch bestimmt, wo sie beginnt, sondern auch durch die Entscheidungen, die wir auf ihrem Weg treffen.
Das eine Korea wurde durch Offenheit, Demokratie und Innovation zum Symbol der Erneuerung, das andere wurde durch Isolation, Gewaltherrschaft und Angst zum Symbol des Terrors. Für mich war das nicht nur eine abstrakte Lektion, denn während eines schmerzhaften Kapitels seiner Geschichte war Albanien das Nordkorea Europas und geht heute einen anderen Weg, einen nicht einfachen, aber anderen Weg. Ein Weg des Institutionenaufbaus, der demokratischen Modernisierung, ein Weg zur EU. Wir zeigen, dass demokratische Institutionen auch dann aufgebaut werden können, wenn die Geschichte sagt, dass dies unmöglich ist.
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