Der Wetterdienst Severe Weather Europe hat gewarnt, dass sich über weiten Teilen Europas ein „Hitzedom“ entwickelt, der Rekordtemperaturen für diese Jahreszeit mit sich bringt.
Prognosen zufolge werden die Temperaturen in vielen Regionen bis zu 15 Grad Celsius über dem saisonalen Durchschnitt liegen. Am stärksten betroffen sind Spanien und Portugal, wo das Thermometer Werte von 35 bis 39 Grad Celsius erreichen kann.
Die aus Nordafrika kommende heiße Luftmasse wird sich allmählich in den Norden und Osten des Kontinents ausdehnen, einschließlich Großbritannien, Frankreich und Teilen Mitteleuropas, wo die Nachmittagstemperaturen zwischen 25 und 29 Grad Celsius schwanken werden.
Meteorologen weisen darauf hin, dass die Temperaturen Ende Mai bis zu 15 Grad über dem mehrjährigen Durchschnitt liegen könnten, was in einigen Regionen des Kontinents die ersten echten heißen Tage für 2026 bringen könnte.
Das als „Hitzekuppel“ bekannte Phänomen entsteht, wenn warme Luft unter dem Einfluss eines starken Hochdruckgebiets und einer spezifischen atmosphärischen Zirkulation, die als „Omega-Blockierung“ bezeichnet wird, über einen längeren Zeitraum in einem bestimmten Bereich eingeschlossen bleibt.
Der hohe Luftdruck drückt die Luft an die Erdoberfläche, wo sie sich noch stärker erwärmt, während der klare Himmel und die vielen Sonnenstunden den Temperaturanstieg verstärken.
Experten warnen, dass die Hitzewelle insbesondere für die empfindlichsten Bevölkerungsgruppen mit einem erhöhten Risiko für Dürren und gesundheitliche Probleme verbunden sein könnte. Gleichzeitig verfolgen Meteorologen auch die Entwicklung des El-Niño-Phänomens, das das Sommerwetter auf dem Balkan und in ganz Europa weiter beeinflussen könnte.
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