NATO-Generalsekretär Mark Rutte wird heute im Weißen Haus ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump abhalten, um die Spannungen zwischen Washington und europäischen Verbündeten vor dem wichtigen NATO-Gipfel im Juli abzubauen.
Das Treffen findet zu einer Zeit statt, in der sich die Beziehungen zwischen der Trump-Regierung und europäischen Ländern erheblich verschlechtert haben, insbesondere nach Meinungsverschiedenheiten über den Krieg im Iran und den anhaltenden Forderungen Washingtons, dass die Verbündeten ihre Verteidigungsausgaben erhöhen.
Rutte wird Daten vorlegen, die einen Rekordanstieg der Verteidigungsinvestitionen der NATO-Mitgliedsländer belegen, und argumentieren, dass der von Trump ausgeübte Druck sich direkt auf die Erhöhung des finanziellen Beitrags der Verbündeten ausgewirkt habe. Er wird voraussichtlich darauf hinweisen, dass die Gesamtausgaben des Bündnisses die Höhe von einer Billion Dollar erreicht haben, während die Steigerung der Militärproduktion auch neue Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten geschaffen hat.
Die Unzufriedenheit der amerikanischen Regierung spiegelt sich auch in konkreten Entscheidungen wider. Das Pentagon hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, die die langfristige amerikanische Beteiligung an der Allianz reduzieren sollen.
Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz die amerikanisch-israelische Militärstrategie im Iran kritisiert hatte, kündigte Trump den Abzug von fünftausend amerikanischen Soldaten aus Deutschland an.
Der NATO-Gipfel, der für den 7. und 8. Juli in Ankara geplant ist, wird sich voraussichtlich vor allem auf die Sicherheit Europas und der Arktis sowie die Steigerung der militärischen Produktionskapazitäten konzentrieren.
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