Es sind neue Einzelheiten zur Hinrichtung des 40-jährigen Aleksandër Koceku bekannt geworden, der im Dorf Lin in der Gegend von Karma i Kiri entlang der Kir-Prekal-Achse erschossen wurde.
Quellen der Ermittlungsgruppe zufolge wurden am Tatort 25 Maschinengewehrpatronen beschlagnahmt, die alle mit derselben Waffe abgefeuert wurden. Es wird vermutet, dass der Autor oder die Autoren einen Hinterhalt für das Opfer organisiert und mit Salven auf ihn geschossen haben, ohne ihm die Möglichkeit zu geben, zu reagieren.
Die Leiche wurde von einem Passanten entdeckt, der das Fahrzeug mit Kocek darin sah und sofort die Polizei verständigte.
Die Ermittler haben ihre Arbeit auf die Analyse der Aufnahmen von Überwachungskameras entlang der Bewegungsroute des Opfers konzentriert, da der Bereich, in dem das Attentat stattfand, nicht von Kameras überwacht wird.
Den Quellen zufolge bleibt der Hauptgrund der Ermittlungen der einer Blutfehde. Der Verdacht steht im Zusammenhang mit der Ermordung von Angjelin Shkambi im Jahr 2017, für die Artan Koçeku, der Bruder des Opfers, seine Strafe verbüßt. Den damaligen Ermittlungsakten zufolge hatte der Konflikt wegen einer Verschuldung von 40.000 Euro begonnen, sich aber auch aus Ehrengründen verschärft.
Die Familienangehörigen von Aleksandër Koček gaben an, seit 2017 in einer Blutfehde zu leben und der 40-Jährige habe sich aus Angst vor einem Angriff stets vorsichtig bewegt. Sogar sein Cousin Mark Koceku hat das Attentat mit dem alten Konflikt zwischen den beiden Familien in Verbindung gebracht.
Ein weiteres Element, das von den Ermittlern überprüft wird, ist die Tatsache, dass gegen Aleksandër Koceku auch im Fall der Ermordung des 19-jährigen Pavlin Preka ermittelt wurde. In diesem Fall hatte die Staatsanwaltschaft von Shkodra erst vor wenigen Tagen die Ermittlungsfristen um drei Monate verlängert. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft setzen ihre Ermittlungen fort, um den Vorfall vollständig zu dokumentieren und den oder die Täter der Hinrichtung zu identifizieren.
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