FOTO: Er wurde am Abend zuvor in Shkodër wegen Blutfehde hingerichtet, das ist der 40-jährige Aleksandër Koceku

FOTO: Er wurde am Abend zuvor in Shkodër wegen Blutfehde hingerichtet, das ist der 40-jährige Aleksandër Koceku


Die Person, die Sie auf dem Foto oben sehen, ist der 40-jährige Aleksandër Koceku, der in der Nacht zuvor hingerichtet wurde.

Er war alleine mit seinem Fahrzeug aus der Gegend von Dukagjin in Richtung Shkodra unterwegs, als er von den Tätern überfallen wurde. In einem bergigen Abschnitt der Kir-Prekal-Achse, ohne Überwachungskameras und mit wenig Bewegung, wurde mit einem Maschinengewehr auf ihn geschossen. Ein Kalaschnikow-Magazin flog in das Fahrzeug und tötete ihn sofort.

Unterdessen sind neue Einzelheiten zur Hinrichtung des 40-Jährigen ans Licht gekommen. Quellen der Ermittlungsgruppe zufolge wurden am Tatort 25 Maschinengewehrpatronen beschlagnahmt, die alle mit derselben Waffe abgefeuert wurden. Es besteht der Verdacht, dass der oder die Täter einen Hinterhalt organisiert und das Opfer erschossen haben, ohne ihm die Möglichkeit zu geben, zu reagieren.

Die Leiche wurde von einem Passanten entdeckt, der das Fahrzeug mit dem 40-Jährigen darin sah und sofort die Polizei verständigte. Verwandte behaupten, dass die Familie Koçeku jahrelang mit der Angst vor einer Blutfehde gelebt habe. Aleksandër Koçek war der Bruder von Artan Koçek, der die Haftstrafe wegen Mordes an Angjelin Shkambi im Dezember 2017 verbüßt.

Laut Ermittlungsakte von 2017 hatte der Konflikt wegen einer Schuld von 40.000 Euro begonnen, war aber auch aus Ehrengründen eskaliert. Damals wurde Angjelin Shkambi verdächtigt, eine innige Beziehung mit der Schwester der Koçeku-Brüder zu haben, während er mit einem anderen Mädchen verlobt war. Für die Begehung dieses Mordes hatte Artan Koçeku die Erlaubnis des Peqin-Gefängnisses eingeholt, wo er wegen einer anderen Straftat verhaftet wurde, und das Treffen mit dem Opfer über das soziale Netzwerk „Facebook“ organisiert.

Was den Mord an Kocek betrifft, analysieren die Ermittler die Aufnahmen der Überwachungskameras entlang seiner Bewegungsroute, da der Bereich, in dem das Attentat stattfand, nicht von Kameras überwacht wird. Ein weiteres Element, das überprüft wird, ist die Tatsache, dass gegen den 40-Jährigen auch wegen Mordes an dem 19-jährigen Pavlin Preka ermittelt wurde, wofür die Staatsanwaltschaft von Shkodra die Ermittlungsfristen erst vor wenigen Tagen um drei Monate verlängert hatte. Mittlerweile hat die Polizei von Shkodra Kontrollpunkte an den Ein- und Ausgängen der Stadt eingerichtet und Kontrollen im Bereich Dukagjin durchgeführt.

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