Albanien startete mit mehr Besuchern als neuen Unterkünften in die Sommersaison, zumindest im Segment der kurzfristigen Mietwohnungen.
Im Juni wuchs die Nachfrage nach Kurzzeitmieten mehr als doppelt so schnell wie das Angebot und beeinflusste gleichzeitig den Anstieg der Auslastung (Buchungen) und der Preise.
Laut AirDNA-Daten gab es im Juni 2026 284.329 Nettoaufenthalte in Immobilien, die auf Tagesmietplattformen gelistet sind, oder 22,6 % mehr als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der verfügbaren Immobilien von 28.972 im Juni 2025 auf 31.655, was einem Anstieg von 9,26 % entspricht.
Da sich die Nachfrage deutlich schneller entwickelte als das Angebot, stieg die Auslastungs- bzw. Buchungsrate von 55,47 % im Vorjahr auf 58,89 %. Dieser Anstieg um 3,42 Prozentpunkte bestätigt einmal mehr, dass der Markt nach wie vor eine hohe Nachfrage nach diesem Unterkunftssegment aufweist und die verfügbaren Kapazitäten sofort ausschöpft.
Dies hängt insbesondere mit dem Profil der einzelnen Touristen zusammen, die Albanien in den letzten drei Jahren besucht haben, wo Wohnungen zur Tagesmiete immer mehr an Bedeutung vor traditionellen Hotelstrukturen gewinnen.
Sogar die Besitzer dieser tageweise vermieteten Einheiten haben vom Tempo der Saison profitiert. Der durchschnittliche Tagespreis erreichte 65,85 Euro pro Nacht, gegenüber 62,43 Euro im Juni letzten Jahres, was einer jährlichen Steigerung von 5,48 % entspricht.
Ebenso positiv sind die Aussichten für die letzten 12 Monate. Im Zeitraum bis Juni erreichte die durchschnittliche Zahl der Einträge 28.074, das sind 15,34 % mehr als vor einem Jahr. Die gebuchten Übernachtungen stiegen um 17,93 % auf 2,51 Millionen, während der geschätzte Marktumsatz 144,1 Millionen Euro erreichte, was einem Anstieg von 20,05 % entspricht.
Der Durchschnittspreis für den 12-Monats-Zeitraum stieg von zuvor 56,5 Euro auf 57,5 Euro pro Nacht, während sich die durchschnittliche Auslastung leicht von 54,1 % auf 54,49 % verbesserte.
Albanien verzeichnete auch unter den in den Daten von AirDNA enthaltenen Ländern der Region das schnellste Tempo bei der Angebotsausweitung. Der Anstieg war mit 15,34 % höher als in Montenegro mit 10,04 %, Rumänien mit 9,99 %, Serbien mit 8,49 %, Slowenien mit 6,61 % und Bulgarien mit 4,96 %.
Gemessen an der Größe bleibt der albanische Markt nach Rumänien der zweitgrößte in der Gruppe.
Albanien verzeichnete durchschnittlich 28.074 monatliche Einträge, verglichen mit 34.384 in Rumänien. Es folgten Montenegro mit 21.902 Einträgen, Bulgarien mit 18.678, Serbien mit 15.333 und Slowenien mit 10.826.
Die Juni-Übersicht bestätigt einmal mehr einen klaren Trend: Immer mehr Menschen nutzen Tagesmietwohnungen als Immobilieninvestitionsmöglichkeit, während der Anstieg der Buchungen zeigt, dass die Nachfrage nach dieser Wohnform weiterhin stark ist.
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