Die französischen Behörden haben die Evakuierung weiterer 4.000 Menschen aus der Region Bordeaux angeordnet, während der riesige Waldbrand in der Gironde weiterhin eine ernsthafte Bedrohung darstellt, obwohl sich die Lage über Nacht vorübergehend stabilisiert hat.
Zu den jüngsten Evakuierungen zählen vor allem Touristen, die sich in der Küstenstadt Lacanau aufhalten, da Meteorologen vor einer Rückkehr hoher Temperaturen und starker Winde warnen, die die weitere Ausbreitung der Flammen begünstigen könnten.
Seit Ausbruch des Feuers am 22. Juli nördlich von Arcachon wurden rund 220.000 Menschen aus 23 Gemeinden evakuiert. Bisher wurden mindestens 240 Häuser zerstört und 93 Feuerwehrleute wurden bei Löscheinsätzen verletzt.
Nach Angaben der Behörden konnte der Hauptbrandherd zwar unter Kontrolle gebracht, aber noch nicht vollständig eingedämmt werden. Aus diesem Grund gilt die Rückkehr der Bewohner in die evakuierten Gebiete zum jetzigen Zeitpunkt als nicht sicher.
Mit einer verbrannten Fläche von etwa 420.000 Hektar gilt dies als der größte Brand in Frankreich seit 1949. Allein im Jahr 2026 haben die Flammen auf dem gesamten französischen Territorium etwa 920.000 Hektar niedergebrannt, was nach Angaben des europäischen Brandüberwachungssystems den höchsten Stand der verbrannten Fläche in den letzten zwei Jahrzehnten darstellt.
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