Studien zeigen, dass Träume einen direkten Einfluss darauf haben können, wie sich eine Person morgens fühlt. Neue Forschungsergebnisse haben ergeben, dass Menschen, die in Träumen Angst empfinden, mit größerer Wahrscheinlichkeit mit schlechter Laune aufwachen, während glückliche Träume mit positiveren emotionalen Zuständen verbunden sind.
Schlaf ist wichtig für die Gesundheit, aber die Auswirkungen von Träumen sind noch nicht vollständig geklärt. Laut einer kürzlich in der Fachzeitschrift „Sleep“ veröffentlichten Studie kann die Art der Träume eines Menschen seine Stimmung beim Aufwachen beeinflussen.
Die Forscher stellen klar, dass schlechte Träume nicht unbedingt die Ursache für schlechte Stimmung am Morgen sind, aber Emotionen wie Angst oder Freude während des Träumens scheinen eine Rolle für das psychologische Funktionieren zu spielen.
Die Psychologin Nicole Andreoli erklärt, dass Träume ein sehr häufiges Thema in der Therapie seien. Vielen Menschen fällt es schwer, ihre Bedeutung oder ihren Bezug zum wirklichen Leben zu verstehen. Ihrer Meinung nach beeinflussen emotional aufgeladene Träume oft die Morgenstimmung und führen dazu, dass manche Menschen ängstlich oder traurig aufwachen.
Angstträume gehen mit einer schlechteren Stimmung einher
Für die Studie wurden über 1.500 Menschen über 18 Jahre analysiert. Die Teilnehmer füllten regelmäßig Fragebögen zu ihrem Schlaf, ihren Träumen und ihrer Morgenstimmung aus.
Sie berichteten: wie lange sie schliefen, wie lange es dauerte, bis sie einschliefen, wie oft sie nachts aufwachten, wie lange sie wach blieben und wie gut sie sich an ihre Träume erinnerten.
Die Ergebnisse zeigten, dass: Menschen, die in ihren Träumen Angst erlebten, mit einer um 7 % höheren Wahrscheinlichkeit mit schlechter Laune aufwachten; Bei denjenigen, die eine Kombination aus Angst und Freude erlebten, war die Wahrscheinlichkeit, ruhig aufzuwachen, um etwa 20 % höher; Während diejenigen, die viele positive Emotionen träumten, mit einer um 9 % höheren Wahrscheinlichkeit mit guter Laune aufwachten.
Der Schlafspezialist Alex Dimitriu erklärt, dass die REM-Phase, in der die meisten Träume auftreten, als „virtuelle Therapie“ für das Gehirn wirkt. Während dieser Zeit verarbeitet der Geist Emotionen neu und bereitet sich auf zukünftige emotionale Situationen vor.
Ihm zufolge sind Träume wie ein „emotionaler Spielplatz“ für das Gehirn, und Angst ist eine der Emotionen, die die meiste psychologische Verarbeitung erfordert.
Warum lassen sich manche Menschen stärker von Träumen beeinflussen?
Die Studie ergab auch, dass Menschen mit besseren Fähigkeiten zur Emotionsbewältigung emotional stärker von ängstlichen Träumen betroffen sind.
Psychologen erklären, dass Menschen, die negative Emotionen nicht meiden und gesünder mit ihnen umgehen, häufiger davon träumen, dass diese Emotionen auftauchen.
Dies zeigt, dass Träume nicht nur zufällige Bilder sind, sondern dem Gehirn helfen können, Emotionen und Stress zu verarbeiten.
Wie Sie den Tag mit einer positiveren Stimmung beginnen
Wenn eine Person nach einem emotional schweren Traum mit schlechter Laune aufwacht, schlagen Experten mehrere Möglichkeiten vor, den Geisteszustand zu ändern: sofort aus dem Bett aufstehen und ans natürliche Licht gehen; Machen Sie etwas Bewegung, machen Sie Dehnübungen oder machen Sie einen kurzen Spaziergang. Hören Sie Musik, die die Stimmung verbessert; vermeiden Sie eine übermäßige Analyse des Traums; Schreiben Sie Gedanken oder Dinge auf, für die Sie dankbar sind. das Telefon nicht sofort nach dem Aufwachen zu benutzen.
Können Träume kontrolliert werden?
Experten sagen, dass Träume nicht vollständig kontrolliert werden können, es aber Möglichkeiten gibt, sie zu beeinflussen
Eine Technik nennt sich „Traumprobe“: Vor dem Schlafengehen stellt sich die Person eine positivere Version eines bösen Traums vor, der sich oft wiederholt. Diese Methode kann dazu beitragen, Albträume im Laufe der Zeit zu reduzieren.
Außerdem empfohlen: Begrenzung von Koffein und Alkohol; Vermeiden Sie Filme oder stressige Inhalte vor dem Schlafengehen. Aufrechterhaltung eines regelmäßigen Schlafplans; Erstellen Sie eine beruhigende Schlafenszeitroutine.
Eine andere Technik besteht darin, ein Traumtagebuch zu führen, das der Person hilft, sich besser an Träume zu erinnern und nach und nach zu verstehen, wann sie träumt, und so mehr Kontrolle über sie zu erlangen.
Psychologen betonen, dass Träume nicht unbedingt etwas Negatives sind. Vielmehr handelt es sich möglicherweise um eine natürliche Art und Weise, wie das Gehirn Emotionen verarbeitet und das psychologische Gleichgewicht aufrechterhält.
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