Belgische Behörden fordern 5 Jahre Gefängnis für albanische Drogenhändler

Belgische Behörden fordern 5 Jahre Gefängnis für albanische Drogenhändler


Die belgischen Behörden haben eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren für eine albanische Gruppe beantragt, die verdächtigt wird, von einem Grundstück im belgischen Essen aus Kokain in ganz Europa verteilt zu haben und dabei Fahrzeuge mit versteckten Räumen zu nutzen.

Die Ermittlungen gegen die albanische Gruppe begannen im September 2021 nach einem Polizeieinsatz in einem Lagerhaus in Wilrijk. Die Operation erfolgte nach der Beschlagnahmung einer Ladung Kokain im Hafen von Antwerpen.

Belgische Medien schreiben, dass die Bande im Jahr 2023 aufgelöst wurde, wobei die Polizei bei Kontrollen 14 gebrauchte Sporttaschen mit Verpackungsbandresten, 3 Geldzählmaschinen, Munition und einen Notizblock fand, der laut Staatsanwaltschaft Drogenkonten im Wert von mehreren Millionen Euro enthielt.

Die Staatsanwaltschaft gibt an, dass die beiden festgenommenen Albaner bereits an der Spitze der Bande gestanden hätten, sie bestritt dies jedoch. Sie gaben an, dass sie das Grundstück nur besucht hätten, um den Hühnern Futter zuzuwerfen, bestritten jedoch, dass die Sporttaschen Drogen enthielten.

Vollständiger Artikel

Die Staatsanwaltschaft hat eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren für eine albanische Gruppe beantragt, die verdächtigt wird, von einem Grundstück in Essentë, Belgien, aus Kokain in ganz Europa verteilt zu haben und dabei Fahrzeuge mit versteckten Räumen zu nutzen. Bei den Polizeikontrollen wurde keine Menge Kokain gefunden.

Die Ermittlungen gegen die albanische Gruppe begannen im September 2021 nach einem Polizeieinsatz in einem Lagerhaus in Wilrijk. Die Operation erfolgte nach der Beschlagnahmung einer Ladung Kokain im Hafen von Antwerpen.

Der Zoll hatte die Drogenpakete durch gefälschte Pakete ersetzt, um die Endempfänger zu identifizieren. Bei den anschließenden Ermittlungen wurde auf ein Fahrzeug aufmerksam, das mit der albanischen Gruppe in Verbindung gebracht werden könnte.

Es dauerte bis März 2023, bis die Bande zerschlagen wurde. Bei den Ermittlungen kamen mehrere Fahrzeuge mit versteckten Abteilen zum Vorschein, die regelmäßig ein Haus im Essener Stadtteil Wildert ansteuerten. Die Polizei beschloss, das Anwesen über einen längeren Zeitraum zu überwachen. Am Ende wurden zehn Verdächtige identifiziert, wobei die Albaner Elvis T. und Shoshi S. die Hauptverdächtigen waren.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft diente das Haus als sogenannter „Stashplaats“ (Geheimlager), in dem jede Menge Kokain gelagert und dann in Sporttaschen aufgeteilt wurde. Diese Taschen wurden dann in Geheimraumfahrzeuge verladen, um die Drogen quer durch Europa zu transportieren.

In Frankreich und Italien wurden Ladungen Kokain sichergestellt, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit dem Haus in Wildert in Verbindung gebracht werden können. Als die Polizei die Kontrollen durchführte, fand sie keine Kokainblöcke. Allerdings wurden bei Wildert zu Hause gefunden: 14 abgenutzte Sporttaschen mit Klebebandresten; 3 Maschinen zum Geldzählen; Munition; ein Notizbuch, das laut Anklage Drogenkonten im Wert von mehreren Millionen Euro enthielt. In einem Hühnerstall wurde ein in Alufolie eingewickeltes Telefon gefunden. Darin befanden sich: Fotos von Kokainblöcken; große Geldsummen; Meldungen im Zusammenhang mit der Entnahme von Arzneimitteln aus Behältern.

Bei einigen der Tatverdächtigen wurden zudem mehrere Zehntausend Euro Bargeld gefunden. In ihren Fahrzeugen wurden Geheimfächer entdeckt. Nach Ansicht der Anklage belegen alle diese Elemente die Existenz einer professionellen Drogenorganisation, die Hunderte Kilogramm Kokain durch ganz Europa transportierte.

Die Anklage behauptet, dass Elvis T. und Shoshi S. zentrale Rollen in dieser Organisation gespielt hätten. Beide bestreiten dies. Sie gaben an, dass sie das Grundstück nur besucht hätten, um den Hühnern Futter zuzuwerfen, und bestritten, dass die Seesäcke Drogen enthielten.

Was die Geldzählmaschinen betrifft, so behauptete Elvis T., sie in einem Park gefunden zu haben. Die Staatsanwaltschaft forderte zunächst sieben Jahre Gefängnis für die mutmaßlichen Anführer der Gruppe sowie hohe Geldstrafen und die Beschlagnahme von Hunderttausenden Euro.

Während des Prozesses reduzierte der Staatsanwalt den Antrag auf eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Die Verteidigung argumentierte, dass der Fall hauptsächlich auf einem Verdacht beruhe und der Zusammenhang zwischen den Angeklagten und den beschlagnahmten Drogen nicht hinreichend bewiesen sei.

Anwalt Johan Vangenechten, der Elvis T. verteidigt, erklärte: „Die Tatsache, dass mein Mandant ein Fahrzeug fuhr, in dem zwei Tage später Drogen gefunden wurden, bedeutet nicht, dass er an dieser Aktivität beteiligt war.“

Während Anwalt John Maes betonte, dass Shoshi S. eine sehr begrenzte Rolle spielte. Ihm zufolge sei sein Mandant nach Belgien gekommen, um seiner behinderten Tochter Zugang zu einer Fachausbildung zu ermöglichen.

„Er hatte finanzielle Schwierigkeiten und versuchte, seine Familie zu ernähren. Beobachtungen zeigen, dass er im schlimmsten Fall nur Hilfstätigkeiten ausübte. Er war ein Kumpel, keine zentrale Figur.“

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